{"id":93,"date":"2015-01-26T10:02:23","date_gmt":"2015-01-26T10:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/rettungsberichte-2015\/"},"modified":"2020-03-08T07:34:35","modified_gmt":"2020-03-08T07:34:35","slug":"rettungsberichte-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/2015\/01\/26\/rettungsberichte-2015\/","title":{"rendered":"Rettungsberichte 2015"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">15. Evakuation Eselwand (30.12.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Im Aufstieg von Alpnachstad auf den Pilatus, kamen zwei Frauen vom Wanderweg ab und getrauten sich im steilen und schneedurchsetzten Gel\u00e4nde nicht mehr weiter hinauf und auch nicht mehr zur\u00fcck. Via Natel organisierten sie sich Hilfe.\u00a0 Bei einbrechender Nacht setzte Rega 10 den RSH mit der Rettungswinde bei den blockierten Frauen ab. In zwei Rotationen wurden die beiden Frauen sowie der RSH auf den Umladeplatz &#8222;Chilchsteine&#8220; geflogen.\u00a0 Da im Tal dichter Nebel herrschte, entschloss sich die Crew, die zwei Frauen beim Restaurant Langis, auf dem Glaubenberg auszuladen. Von dort konnten sie selbstst\u00e4ndig via Taxi zur\u00fcck nach Alpnachstad. Rega 10 flog anschliessend via Gesundheitszentrum Meiringen (RSH ausladen) zur\u00fcck nach Wilderswil.<br \/>\nIm Einsatz standen die Rega und ein Rettungsspezialist Helikopter der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">14. Unterst\u00fctzung RD 144 KSOW (17.11.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein Mann zog sich bei einem Sturz auf dem schmalen Wanderweg vom Ober Ruessi in Richtung Tritt am linken Oberarm eine Fraktur zu. Zur Unterst\u00fctzung forderte der Rettungsdienst des Kantonsspitals bei der Rettungsstation Sarneraatal einen ortskundigen Bergretter an. Der rasch verf\u00fcgbare Bergretter leitete den Rettungsdienst auf den schmalen Bergstrassen zum Patienten. Gut betreut und optimal versorgt wurde der Bergwanderer ins Kantonsspital Obwalden nach Sarnen \u00fcberf\u00fchrt.<br \/>\nIm Einsatz standen der Rettungsdienst des Kantonsspitals Obwalden und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">13. Evakuation Haselwald (26.10.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein Mann und eine Frau unternahmen eine Wanderung vom Brunni Hergiswil auf den Pilatus und wollten mit der Luftseilbahn zur\u00fcck zum Ausgangspunkt. Doch die Luftseilbahn ist zurzeit wegen Revisionsarbeiten geschlossen.<br \/>\nDie beiden Wanderer entschlossen sich vom Pilatus zu Fuss \u00fcber die Mattalp Richtung Brunni zu wandern. Beim \u00dcbergang auf die Hergiswiler-Seite wurde den beiden der Weg zu steil und sie entschlossen sich wieder zur\u00fcck zu gehen. Mit der nach der Zeitumstellung fr\u00fcher einsetzenden Dunkelheit verirrten sich die beiden Wanderer und blieben in einer Waldlichtung blockiert und alarmierten die Rega.<\/p>\n<p>\u00dcber die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Obwalden boten wir die Pilatusbahn auf, die drei Bergretter unter die \u00c4msigenalp gefahren hat. Von da aus machten sich die Retter zu Fuss auf die Suche nach den stecken gebliebenen Wanderer. Die Einsatzleitung informierte die Wanderer laufend per Telefon \u00fcber den Stand der Rettung, mit der eindringlichen Bitte, den Standort nicht zu ver\u00e4ndern. Rund 90 Minuten nach der Alarmierung hatten die bodengebundenen Rettungskr\u00e4fte die verirrten Wanderer unverletzt aufgefunden. Nur wenig weiter unten gibt es steile Felsen, die in der Dunkelheit und im Wald ohne Licht leicht zu \u00fcbersehen sind.<br \/>\nMit eigenen Kr\u00e4ften laufen die sichtlich erleichterten Wanderer im Licht der Stirnlampen der Retter zur wartenden Pilatusbahn, die alle wohlbehalten zur Talstation nach Alpnachstad gefahren hat. Beim Herunterfahren meinte die Wandererin, dass sie sich nicht bewusst war, dass sie doch noch so weit oben gewesen seien. Der Entscheid, die Bahn zu bestellen wurde durch diese Bemerkung best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Einsatzzentralen der Rega und der Kapo Obwalden sowie die Pilatusbahnen und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">12.\u00a0Canyoning-Unfall\u00a0(11.09.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein Mann mit stattlicher Postur zog sich beim Sprung ins dritte Wasserbecken eine extrem schmerzhafte Unterschenkenfraktur zu. Er geh\u00f6rte einer grossen gef\u00fchrten Canyoning-Gruppe an, die den Alarm via Rega ausl\u00f6sten.<br \/>\nEine direkte Windenrettung war an dieser Stelle mit zu grossen Gefahren verbunden und deswegen nicht m\u00f6glich. Der Arzt konnte weiter unten abgesetzt werden und von einem Canyoning-Spezialisten sicher zum Patienten begleitet werden f\u00fcr die erste medizinische Versorgung am Unfallplatz.<\/p>\n<p>Mitglieder der Canyoning-Gruppe der Rettungsstation eilten mit der wasserdichten Rettungsbahre zur Unfallstelle und bauten eine rund 60 Meter lange Seilbahn, um den Patienten bachaufw\u00e4rts aus der gef\u00e4hrdeten Zone zu retten.<br \/>\nVor dem Patienten zogen wir den Arzt mit der Seilbahn an die \u00dcbergabestelle beim Einstieg. Als zweiten zogen wir den rund 100 Kilogramm schweren, von starken Schmerzen geplagten Patienten hoch. Vor dem Umladen versorgte der Arzt den Patienten zu wiederholten Mal mit starken Schmerzmitteln. Etwas oberhalb der Einstiegsstelle konnte der verletze Mann, ohne zus\u00e4tzliche Gefahr f\u00fcr alle anderen Personen in der Schlucht mit der Rettungswinde des Helikopters gerettet werden und in ein Spital \u00fcberflogen werden. Begleitet wurde die Rettungsaktion von einem Gewitter mit leichtem Hagelschlag.<br \/>\nAnschliessend begleiteten wir einige Teilnehmer der Gruppe aus der Schlucht, die die Tour nicht weiter fortsetzten wollten.<br \/>\nIm Einsatz standen die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz mit ihrer stationseigenen Canyoning-Gruppe..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">11.\u00a0Unterst\u00fctzung Polizei\u00a0(29.08.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein junger Mann kam mit seinem sportlichen Fahrzeug in einer kurvenreichen Passage von der Fahrbahn ab. Sein Fahrzeug \u00fcberschlug sich und stoppte erst nach einer langen Bremsstrecke auf dem Dach liegen. Der Fahrer fl\u00fcchtete im grossen mit vielen Felsbl\u00f6cken durchzogenen Kernwald. Aufgrund des Zustandes des Fahrzeuges musste angenommen werden, dass sich der fl\u00fcchtende Fahrer verletzt haben muss. Da die Polizei gerade keinen Diensthund zur Verf\u00fcgung hatte, unterst\u00fctzte die Rettungsstation Sarneraatal die Sucharbeiten mit einem Gel\u00e4ndesuchhund und einem Einsatzleiter. Nach einiger Zeit wurde der Fl\u00fcchtige verletzt am Waldrand gefunden und in Spitalpflege \u00fcberf\u00fchrt. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, der Rettungsdienst des Kantonsspitals Obwalden und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">10.\u00a0Canyoning-Unfall\u00a0(12.08.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Eine junge Frau verletzte sich beim zweiten Wasserfall in der kleinen Schliere beim Canyoning. Die Patientin zog sich bei einem misslungenen Sprung einen Knochenbruch des oberen Sprunggelenks zu, sowie schmerzhafte Knie- und Brustprellungen zu. Danach lag sie bei Bewusstsein im Wasser. Die Alarmierung der Rettungsstation Sarneraatal erfolgte \u00fcber die EZ der Rega. Die Schlucht ist an dieser Stelle sehr eng und ist mit hohen Felspartien versehen. Eine Windenrettung mit dem Heli war nicht sicher, darum wurde die Rettungsstation mit der Canyoninggruppe aufgeboten f\u00fcr eine schnelle Hilfeleistung vor Ort im Wasser und eine allf\u00e4llige terrestrische Rettung. Ein Versuch mit dem Arzt zu Fuss an die Unfallstelle zu gelangen scheitertet, da die Patientin nicht verschoben werden konnte, wie das Mal der Plan war. Darum wurde der Arzt mit der Winde abgeholt und von unten her in die Schlucht zur Patientin geflogen. Mit dem Bergedreieck wurde die Patientin direkt fliegend aus dem Wasser gerettet.<\/p>\n<p>Behutsam verluden wir die Canyoning-Sportlerin am Zwischenlandeplatz in die Kabine des Rettungshelikopters, der sie ins Kantonsspital Luzern flog.<\/p>\n<p>F\u00fcr die restlichen Gruppenmitglieder gab es kein Zur\u00fcck aus der Schlucht. Darum betreuten unsere Canyoning-Retter, die sichtlich betroffenen Sportler sicher bis zum Ausstieg aus der Schlucht. Beim Ausstieg informierten wir die Angeh\u00f6rigen der Gruppe \u00fcber den Gesundheitszustand und Verbleib ihrer Kollegin. Die Kommunikation mit der Gruppe forderte unsere Franz\u00f6sischkenntnisse. Im Einsatz standen die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz mit ihrer stationseigenen Canyoninggruppe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">09.\u00a0Evakuierung Steiglihorn\u00a0(26.07.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Mit der Rettungswinde des Helikopters wurden 4 ersch\u00f6pfte Wanderer am fr\u00fchen Abend aus dem steilen Gel\u00e4nde des Steiglihorns am Pilatus evakuiert.\u00a0Im Einsatz standen die Rega und ein Rettungsspezilaist Helikopter der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">08.\u00a0Canyoning-Unfall Chli Schliere (05.07.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Eine junge Frau verletzte sich in der kleinen Schliere beim Canyoning. Die Alarmierung der Rettungsstation Sarneraatal erfolgte \u00fcber die EZ der Rega. Der ortsans\u00e4ssige Rettungschef eilte in die N\u00e4he der Unfallstelle, um den Einsatz mit der Heli-Crew zu besprechen, bevor weitere Massnahmen getroffen werden. Der Unfall ereignete sich ungef\u00e4hr in der Mitte der Route, wo die Rettungswinde des Helikopters in der Regel f\u00fcr eine rasche Rettung ausreicht. Darum wurde die Mannschaft informiert, aber nicht aufgeboten.<br \/>\nDie an der Unfallstelle abgesetzte \u00c4rztin funkte, dass sie keine weitere Hilfe im Bach ben\u00f6tigt. Die Patientin wurde mit starken R\u00fcckenschmerzen in einer Windenaktion zum Zwischenlandeplatz geflogen. Behutsam verluden wir die Canyoning-Sportlerin in die Kabine des Rettungshelikopters, der sie ins Kantonsspital Luzern flog.<br \/>\nIm Einsatz standen die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">07.\u00a0Arbeitsunfall Unter Bielen\u00a0(23.05.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein Mann war alleine mit Holzereiarbeiten mit einem Traktor besch\u00e4ftigt. Dabei kam er mit seinem beladenen Gef\u00e4hrt vom Weg ab. In der Folge \u00fcberschlug sich der Traktor mehrmals im steilen Gel\u00e4nde und st\u00fcrzte rund 120 Meter ab. Nach ca. 50 Metern wurde der 80-j\u00e4hrige Bauer von seinem Traktor geschleudert und zog sich mittelschwere Verletzungen zu.<br \/>\nEine Wanderin h\u00f6rte die Ger\u00e4usche des Absturzes und eilte zur Unfallstelle. Sie alarmierte die Rettungskr\u00e4fte und leistete erste Hilfe.<br \/>\nBei der Alarmierung der Rettungsstation war der genaue Standort und der Zustand des Verunfallten noch nicht bekannt. Wir gingen von einer Windenaktion im steilen unwegsamen Gel\u00e4nde aus und mobilisierten 8 Bergretter.<br \/>\nDie Rettungssanit\u00e4ter der Rettungsdienstes des Kantonsspital Obwalden versorgten den Patienten als Erste auf dem Unfallplatz. Rega, Kapo und ARS trafen kurze Zeit sp\u00e4ter fast gleichzeitig auf dem Unfallplatz ein. Gemeinsam wurde der Patient transportf\u00e4hig gemacht und konnte mit der Heliwinde gerettet werden und ins Kantonspital Luzern \u00fcberf\u00fchrt werden.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, der Rettungsdienst des Kantonsspital Obwalden, die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">06.\u00a0Grosstierbergung\u00a0(14.05.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein sichtlich betroffener Bauer rufte kurz nach der Mittagszeit die Rettungsstation Sarneraatal um Hilfe. Ein ausgerissenes Kalb sei durch den Zaun in die tiefe unzug\u00e4ngliche Melchaaschlucht gest\u00fcrzt.<br \/>\nDer Rettungschef besichtigte den Verschwindepunkt mit dem Bauer vor Ort. Trittspuren am Rand der Schlucht zeigten den vermeintlichen Absturzort. Von oben war das Tier nicht sichtbar. Zum Zeitpunkt der Besichtigung war das Wetter gut.<br \/>\nIn Absprache mit der Rega-EZ beschlossen wir mit der Winde zwei Personen in die 100 Meter tiefe Schlucht abzuseilen, um festzustellen, ob das Tier noch lebt oder verstorben ist. Es war nicht sichergestellt, ob das Tier irgendwo h\u00e4ngengeblieben ist oder im Flussbett liegt.<br \/>\nDer Rettungschef bot zus\u00e4tzlich 7 Bergretter auf f\u00fcr die Windenaktion.<br \/>\nDie abgeseilten Retter fanden das leblose Tier am untersten Punkt im Flussbett im Wasser liegend.<br \/>\nWegen der drohenden Steinschlaggefahr war eine Bergung mit einer grossen Stahlseilwinde nicht zu verantworten. Es dr\u00e4ngte sich eine sofortige Bergung mit dem Helikopter auf, da die Wettervorhersage f\u00fcr den kommenden Tag erhebliche Niederschl\u00e4ge voraussagte. Ein wiederholtes Absteigen w\u00e4re wegen den grossen Wassermassen ebenfalls nicht verantwortbar gewesen. Zudem musste angenommen werden, dass das tote Tier durch starke Str\u00f6mungen weggeschwemmt worden w\u00e4re, da der Flusslauf an dieser Stelle eng ist.<br \/>\nEs bestand also ein gr\u00f6sseres \u00d6ffentliches Interesse das Tier sofort zu bergen, um eine Gew\u00e4sserverschmutzung zu verhindern. Im Fluss und in der Einm\u00fcndung in den Sarnersee wird in der Sommerzeit viel gebadet.<br \/>\nWir informierten den Bauer \u00fcber die Situation vor Ort. Der Bauer willigte einer Bergung mit dem Heli zu und bat uns die Bergung zu organisieren.<br \/>\nSwiss Helicopter (BOHAG) flog das rund 400 Kilo schwere Tier mit 100 Meter Seilverl\u00e4ngerung aus der Melchaa-Schlucht.<br \/>\nIm Einsatz standen Swiss Helicopter und insgesamt 8 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">05.\u00a0Evakuierung\u00a0und Personensicherung\u00a0(11.05.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Beim Verladen von der Umz\u00e4unung in den Viehtransporter rammten drei Tiere die Gel\u00e4nder um und rissen aus. Beim Versuch die ausgerissenen Tiere wieder einzufangen rannten sie einen steilen Abhang hinunter, der immer steiler wurde. Fr\u00fcher soll da angeblich ein Zaun gestanden haben. Zwei Tiere blieben im Wald nach ca 80 Meter in den B\u00e4umen verklemmt h\u00e4ngen. Das dritte Tier st\u00fcrzte ca 120 Meter tief bis ins Bachbett hinunter. Wie durch ein kleines Wunder blieben alle Tiere mit Verletzungen am Leben.<br \/>\nDer Bauer alarmierte als G\u00f6nner die Rega. Da bei Einbruch der Dunkelheit keine Contadino-Fl\u00fcge ausgef\u00fchrt werden, alarmierte die Rega-EZ die Station 5.16 mit der Frage: Ob wir die Tierrettung ohne Entgelt machen w\u00fcrden. Der RC entschied: Ja, wir machen den Einsatz.<br \/>\nW\u00e4hrend des Aufgebots unserer Rettungskr\u00e4fte stellte sich heraus, dass parallel die Feuerwehr Sachseln ebenfalls einen Einsatz zur Rettung der Tiere hochf\u00e4hrt. \u00dcber die EZ der Kapo haben wir mitgeteilt bekommen, dass die FW Sachseln den Einsatz ohne ARS machen will.<br \/>\nDer Rettungschef(RC) entscheidet, dass wir nicht zum Einsatz ausr\u00fccken. Wir streiten niht um Eins\u00e4tze. Falls unsere Hilfe doch noch ben\u00f6tigt wird, soll ein Aufgebot \u00fcber die EZ der Kapo erfolgen sagte der RC dem Zentralisten.<br \/>\nKnapp 20 Minuten sp\u00e4ter ruft die EZ der Kapo OW den RC an und verbindet den Kommandant der Feuerwehr Sachseln. Der FW Kdt fordert unsere Hilfe an. Es seien mehrere Personen blockiert und die Verbindung zu einigen Personen sei nicht mehr sichergestellt. Das Gel\u00e4nde sei steil und teils bewaldet.<br \/>\nDer RC der Rettungsstation Sarneraatal sichert schnelle Hilfe zu und bietet 10 Personen f\u00fcr eine Windenaktion bei Dunkelheit auf.<br \/>\nVor Ort verschaffen wir uns bis ins Bachbett einen \u00dcberblick, der verloren ging. Wird sichern Personen und stellen die Kommunikation zur Front her. Teils bewegten sich Personen fahrl\u00e4ssig ungesichert und ohne Helm im steilen rutschigen absturzgef\u00e4hrdeten Gel\u00e4nde. Im untersten Gel\u00e4ndeabschnitt herrschte Steinschlaggefahr, so dass die Arbeiten abgesprochen werden mussten. Wir begleiteten am Seil gesichert einen Tierrettungsspezialist und eine Tier\u00e4rztin zu den Tieren. Forst und Feuerwehr k\u00fcmmern sich um die Tierrettung.<br \/>\nNachdem zwei Tiere terrestrisch gerettet werden konnten wurde der Einsatz um 01 Uhr nachts beendet. Die Tier\u00e4rztin behandelte das dritte mit Schmerzmittel, so dass es die Nacht im Bachbett ohne Probleme \u00fcberleben sollte.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen wurde ein Flughelfer durch einen Bergf\u00fchrer der Rettungsstation gesichert ins Bachbett begleitet. Mit dem Heli wurde das dritte Tier lebend mit einem 120 Meter langen Seil aus der tiefen Schlucht geflogen.<br \/>\nDer Einsatz der Rettungsstation war absolut gerechtfertigt. Keine andere Rettungsorganisation im Sarneraatal hat n\u00f6tige Ausr\u00fcstung und Fachkompetenz f\u00fcr Eins\u00e4tze im steilen absturzgef\u00e4hrdeten Gel\u00e4nde.<br \/>\nIm Einsatz standen die Feuerwehr und der Forst von Sachseln, die Kantonspolizei Obwalden, die St\u00fctzpunkfeuerwehr Sarnen, die Rega, die BOHAG und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">04.\u00a0Vermisste Canyoning-Sportler\u00a0(10.05.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein ortskundiger Einwohner von Alpnach beobachtete, wie sich am sp\u00e4teren Nachmittag eine Canyoninggruppe f\u00fcr eine Tour vorbereitete. Als die Autos bei Einbruch der Dunkelheit nach 21 Uhr immer noch auf dem Parkplatz standen sorgte sich der Beobachter um den Verbleib der Sportler.<br \/>\nDer Kontakt zum Rettungschef und der Kantonspolizei bewog uns die Situation vor Ort zu \u00fcberpr\u00fcfen. Wir beschlossen die Ein- und Ausstiege der kleinen Schliere nach weiteren Fahrzeugen abzusuchen, bevor wir weitere Massnahmen treffen. Zudem pr\u00fcften wir eine bekannte Gastst\u00e4tte nach dem Verbleib der Sportler. Der Parkplatz wurde von einem weiteren Beobachter \u00fcberwacht.<br \/>\nNoch auf der Zufahrt zu den Zug\u00e4ngen der Schlucht tauchten die Sportler unversehrt auf. Sie seien sp\u00e4t in die Schlucht gegangen und h\u00e4tten die Temperatur und die Wassermassen untersch\u00e4tzt. Zudem seien sie sehr schlecht vorw\u00e4rts gekommen und sind bereits beim ersten Notausstieg aus der Schlucht gegangen.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und ein Mann der Rettungsstation Sarneraatal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">03.\u00a0Lawine Wandelen\u00a0(07.04.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein ortskundiger Beobachter meldete der Kantonspolizei Obwalden, dass er unterhalb der Wandelen einen grossen Anriss einer Lawine mit einer Einfahrtsspur beobachtet hat. Per Mail sendete er ein Foto zur Kapo.<\/p>\n<p>Die Kapo kontaktierte zur Beurteilung der Sachlage den Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal. Auf dem Bild war ein breiter Anriss mit einer H\u00f6he von ca 30 cm und einer einzigen Einfahrtsspur ersichtlich. Ob die Spur wieder aus dem Lawinenkegel f\u00fchrt war nicht erkennbar.<br \/>\nAufgrund eines Lawinenniederganges vor einigen Jahren im selben Gebiet, wissen wir, dass sich der Teilversch\u00fcttete damals nur mit dem Notfunk bemerkbar machen konnte, da der Handyempfang nicht m\u00f6glich war.<br \/>\nNach einem Beratungsgespr\u00e4ch erteilte die Kapo der Rettungsstation den Auftrag den Lawinenkegel zur Sicherheit vor Ort zu kontrollieren. Eine Vermisstenanzeige lag zu diesem Zeitpunkt keine vor.<br \/>\nBeim \u00dcberflug mit Rega 8 stellte sich heraus, dass es drei Einfahrtsspuren und zwei Anrissgebiete gibt, die erhebliche Schneemassen ausl\u00f6sten. Wir kontrollierten die Anzahl Ein-und Ausfahrtsspuren, allf\u00e4llige Gegenst\u00e4nde und Personenaufenthalte im Gebiet und den das Vorhandensein eines LVS-Signals auf dem Lawinenfeld.<br \/>\nZum Gl\u00fcck stellten wir keine Anzeichen von Versch\u00fctteten fest und konnten die Suchaktion als Pr\u00e4ventiveinsatz abschliessen. Im Einsatz standen die Rega, die Kantonspolizei Obwalden und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">02.\u00a0Rettung Tourenfahrer\u00a0(08.02.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein Tourenfahrer verirrte sich im dichten Nebel und war auf einem Felsband blockiert. Ein Kollege, der sich bei der Talstation der Melchsee-Frutt Bahne befand, alarmierte darauf die Rega. Zur Zeit des Alarmes herrschte dichter Nebel und leichter Schneefall.<\/p>\n<p>Mit der Alarmierung bekamen wir Koordinaten, die auf ein Felsband unter der Gondelbahn verwiesen, da der Hilferufende berichtete, dass er unter einer Seilbahn sei. Doch w\u00e4hrend dem Aufgebot der Mannschaft stellte sich heraus, dass sich der unverletzte Tourenfahrer irgendwo auf der Abfahrt vom Rotsandnollen zur St\u00f6ckalp hinunter befindet. W\u00e4hrend der Anfahrt versuchten wir mit Hilfe der Rega-EZ den Standort des Tourenfahrers herauszufinden. Rega-App und Handy-Locator f\u00fchrten zu keinem Erfolg. Die Kontaktperson in der St\u00f6ckalp hatte regelm\u00e4ssig telefonischen Kontakt mit dem franz\u00f6sisch sprechenden blockierten Skitourenfahrer. Er sagte nach wie vor, dass er unter einer Seilbahn oder Stromleitung stehe, und er k\u00f6nne in der Zwischenzeit auf den Parkplatz sehen. Mit einer stark fokussierten Taschenlampe und langsam drehenden Kreisbewegungen machten wir uns bemerkbar, bis der Tourenfahrer unsere Lichtsignale am Telefon best\u00e4tigte. Mit einem Feldstecher sichteten wir die schlecht sichtbare Person zwischen steilen Felspartien. Wir entschieden uns f\u00fcr eine terrestrische Rettung von Oben her. Ein Quad mit Raupen schleppte die Retter auf den Skiern nach Oben. Sorgf\u00e4ltig seilten sich drei Retter mit Stirnlampen zum blockierten Tourenfahrer ab, um diesen weiter nach unten abzuseilen. Nach mehr als 2 Stunden sind alle gesund wieder im Tal unten angekommen. Im Einsatz standen 8 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">01.\u00a0Evakuierung Tourenfahrer\u00a0(25.01.2015)<\/span><\/p>\n<p>mk. Defekte und total vereiste Skis, sowie Unkenntnisse der \u00d6rtlichkeiten bewegen einen einzelnen Tourenfahrer bei einbrechender Dunkelheit die Rega um Hilfe zu bitten. \u00dcber das Rega-App k\u00f6nnen wir den Standort des Tourenfahrers bestimmen. Am Telefon konnte der Betroffene seine Umgebung gut beschreiben. Sie war Deckungsgleich mit der Standortangabe des Apps. Doch den R\u00fcckweg kann der Unverletzte nicht alleine antreten. Er braucht Hilfe.<\/p>\n<p>Wir entscheiden uns f\u00fcr eine terrestrische Evakuierung mit zwei Bergrettern. Mit Ski und Fellen laufen die beiden Bergretter zur Kapelle bei der Sewenalp. Per Telefon und SMS wird der Hilferufende durch die Einsatzleitung betreut und laufend \u00fcber den Stand der Evakuierung informiert. Er wird dringend aufgefordert, sich nicht von diesem\u00a0Standort zu entfernen. Mehr als minus 10 Grad war es in der dunklen Nacht bei leichtem Wind. Nach dem Auffinden des Hilferufenden versorgen die Retter den Tourenfahrer mit warmem Tee und reparieren seine Skis, bevor der R\u00fcckweg angetreten wird.<br \/>\nWohlbehalten kann der Tourenfahrer vom Langis seinen Heimweg sicher und mit eigenen Mitteln antreten. Die ganze Aktion dauerte vom Alarm bis zur R\u00fcckkehr der Retter nach Hause rund 4.5 Stunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 15. Evakuation Eselwand (30.12.2015) mk. Im Aufstieg von Alpnachstad auf den Pilatus, kamen zwei Frauen vom Wanderweg ab und getrauten sich im steilen und schneedurchsetzten Gel\u00e4nde nicht mehr weiter hinauf und auch nicht mehr zur\u00fcck. Via Natel organisierten sie sich Hilfe.\u00a0 Bei einbrechender Nacht setzte Rega 10 den RSH mit der Rettungswinde bei den blockierten Frauen ab. 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