{"id":74,"date":"2014-01-26T10:02:23","date_gmt":"2014-01-26T10:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/rettungsberichte-2014\/"},"modified":"2020-03-08T07:51:09","modified_gmt":"2020-03-08T07:51:09","slug":"rettungsberichte-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/2014\/01\/26\/rettungsberichte-2014\/","title":{"rendered":"Rettungsberichte 2014"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt;\">08. Absturz\u00a0Matthorn (15.10.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. Am Matthorn Ost-Grat st\u00fcrzte eine Bergg\u00e4ngerin rund 100m in die Tiefe und zog sich dabei t\u00f6dliche Verletzungen zu. Die Rega rettete mit einem RSH (Rettungsspezalist Helikopter) der ARS den Begleiter und anschliessend die Leiche der abgest\u00fczten Frau.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kapo OW, die Rega und ein RSH der ARS.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">07.\u00a0Unterst\u00fctzung Polizei\u00a0(04.10.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. In der Nacht unterst\u00fctzten wir die Polizei bei der Bergung einer Person. Die Aktion dauerte\u00a0rund 3 Stunden. Die Ortsfeuerwehr unterst\u00fctze uns bei der Arbeit mit Beleuchtungsmaterial. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, die Feuerwehr Kerns und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">06. Absturz J\u00e4ger (02.09.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein J\u00e4ger kehrte nicht zur Verabredeten Zeit zu seiner Jagdgruppe zur\u00fcck. Auf der Such nach ihrem Kollegen fand einer der J\u00e4ger eine Waffe und Gegenst\u00e4nde am Wegrand des Vermissten. Darauf alarmierte der Kollege die Rega f\u00fcr eine Vermisstensuche. Zu diesem Zeitpunkt herrschte im Gebiet Bisen-Nebel, der einen Heli-Einsatz im Gebiet Astel nicht erm\u00f6glichte. Darum entschieden wir uns f\u00fcr eine terrestrische Suche. Kurz nach der Organisation des Einsatzes meldete sich der Alarmierende, dass sie den Vermissten gefunden haben. Mit zwei Gel\u00e4ndewagen fuhren wir ausger\u00fcstet in den Einsatz auf die Astel-Alp. Nach der Freigabe der Polizei bargen wir den toten J\u00e4ger mit der Faserseilwinde (180m Seil) aus dem steilen und nassen Gel\u00e4nde. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">05. Beobachtung Eselwand (01.08.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein aufmerksamer, in Kastanienbaum wohnhafter B\u00fcrger, meldete der Kapo Obwalden, dass sich in der steilen gegen Nordosten abfallenden Eselwand ein sichelf\u00f6rmiger Gegenstand befindet. Es k\u00f6nnte sich allenfalls um einen Gleitschirm handeln. Auf R\u00fcckfrage der Kapo war sich der Beobachter sicher, dass dies vorher nicht da gewesen sei. Er kenne diesen Anblick schon mehr als 40 Jahre.<br \/>\nDaraufhin entschieden wir, dass eine Patrouille der Kapo vom Flugplatz Alpnach mit einem Fernrohr, die Beobachtung verifiziert. Mit dem Fernrohr konnte nicht mit eindeutiger Sicherheit best\u00e4tigt werden, dass da wirklich nichts ist.<br \/>\nUm Gewissheit zu haben, dass sich wirklich kein Gleitschirmflieger in Not befindet, entschlossen wir einen Suchflug mit dem Heli zu machen.<br \/>\nTats\u00e4chlich fanden wir in der steilen Eselwand eine weisse neue Abdeckung einer runden \u00d6ffnung der Milit\u00e4ranlage auf dem Pilatus. Durch eine vorstehende Felskante wurde die runde Abdeckung aus dem Blickwinkel des Beobachters von Kastanienbaum sichelf\u00f6rmig gebrochen ausgemacht.<br \/>\nZur Sicherheit \u00fcberflogen wir den Eseln, um sicher zu stellen, dass nicht noch etwas anderes in der Wand ist. Danach flogen wir wieder auf den Flugplatz Alpnach zur\u00fcck und beendeten den Suchflug.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">04. Wanderer Melchsee-Frutt (16.07.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. Zwei\u00a0Wanderer hatten die Absicht\u00a0von Melchsee-Frutt eine Rundwanderung via Wit Ris-Hochstollen- Abgsch\u00fctz- Melchseefrutt zu unternehmen. Beim Aufstieg \u00fcber das Wit Ris verliessen sie ungewollt den Bergweg und kamen in steiles Gel\u00e4nde wo sie sich nicht mehr vor- und r\u00fcckw\u00e4rts bewegen konnten. In ihrer aussichtsloser Lage entschlossen sie sich die REGA zu alarmieren und auf Hilfe zu warten.<br \/>\nZuerst wurde der Arzt\u00a0 zu den beiden abgesetzt. Der Arzt entschloss sich noch einen RSH aufzubieten um ihm im steilen Gel\u00e4nde behilflich zu sein. Mit der Winde wurden die beiden Unverletzten zu dem Zwischenlandeplatz abgesetzt. Im Einsatz standen ein Rega-Helikopter und ein Rettungsspezialist der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">03. Gleitschirmunfall Lungern (18.05.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. Der Verunfallte Gleitschirmpilot gab an, dass er in eine starke Thermik geraten sei. In der Folge habe er die Herrschaft \u00fcber seinen Schirm verloren. Er sei dann oberhalb der Felsstufe mit dem Hang kollidiert und anschliessend \u00fcber\u00a0eine Felsstufe in schwer zug\u00e4ngliches Gel\u00e4nde\u00a0abgest\u00fcrzt.<br \/>\nZur medizinischen Betretung wurde der Notarzt ebenfalls mittels Winde beim Verunfallten abgesetzt. Nachdem die Schmerzmittel ihre Wirkung zeigten konnte der Patient umgelagert werden. Die Schl\u00f6sser konnten ge\u00f6ffnet werden um den Schirm vom Gleitschirmsitz zu l\u00f6sen. Mittels Doppel-Geh\u00e4nge konnte der Patient am Gleitschirmsitz angeh\u00e4ngt und mit dem Arzt ausgeflogen werden. Nach dem Absetzten beim Zwischenlandeplatz wurde im Anschluss noch der\u00a0RSH mittels Winde ausgeflogen. Nach weiteren medizinischen Massnahmen wurde der Patient ins Kantonsspital nach Luzern \u00fcberflogen. Im Einsatz standen ein Rega-Helikopter,\u00a0die Kapo OW\u00a0und ein Rettungsspezialist der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">02. Kletterunfall Rivella (13.4.2014)<\/span><\/p>\n<p>mk. Im Vorstieg st\u00fcrzte ein 45-j\u00e4hriger Kletter ca 10 m ab. Der Absturz ereignet sich in der N\u00e4he der Route \u201eWurst &amp; Brot&#8220; in oberen Bereich. Bewusstlos blieb der Mann kopf\u00fcber ungef\u00e4hr 2 Minuten im Seil h\u00e4ngen, wie eine Augenzeugin vor Ort berichtete. Andere Kletterer, die sich im Gebiet aufhielten, alarmierten unverz\u00fcglich die Rega und eilten dem Verunfallten zu Hilfe.<br \/>\nKletterer vor Ort seilten anschliessend den Patienten zum Einstieg ab und betreuten den Verunfallten, bis die organisierte Hilfe auf dem Platz war.<br \/>\nDa der ortszust\u00e4ndige Rettungschef in der N\u00e4he war, begab er sich mit dem ARS-Medizinrucksack zur Unfallstelle und versorgte den Patienten als erster der organisierten Rettung vor Ort, bis zum Eintreffen der Ambulanz des Kantonsspital Obwalden von Sarnen. Der abgest\u00fcrzte Kletterer hatte am blut\u00fcberstr\u00f6mten Kopf mehrere Prellungen und Sch\u00fcrfwunden. Er trug keinen Helm. Schulter- und Kniepartien waren ebenfalls von den gleichen Verletzungsmustern gekennzeichnet.<br \/>\nDa der Patient, problemlos mit der Tragbahre transportiert werden konnte, wurde die aufgebotene Luftrettung nicht mehr ben\u00f6tigt. Zur weiteren Behandlung wurde der Patient in ein nahe gelegenes Spital \u00fcberf\u00fchrt.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kantonspolizei Nidwalden, die Rega, das 144 und die Alpine Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">01. Vermisstensuche Melchtal (28.3.2014)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">mk. Kurz vor 13:25 alarmierte die Kapo OW die Rega und bittet die Rettungsstation Sarneraatal um Hilfe. Im Melchtal haben sich zwei tschechische Touristen im unwegsamen Gel\u00e4nde verlaufen und finden den R\u00fcckweg nicht selbstst\u00e4ndig, so die Alarmmeldung. Die Verst\u00e4ndigung mit den Vermissten gestaltete sich sprachlich bedingt als schwierig. Eine genaue Beschreibung des Aufenthaltsorts ist ohne \u00dcbersetzungshilfe nicht m\u00f6glich. Da die Vermissten gem\u00e4ss eigenen Aussagen unverletzt sind, wird eine terrestrische Suche durchgef\u00fchrt.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Mit 10 BergretterInnen und einen Gel\u00e4ndesuchhund starteten wir die Suchaktion. Am Telefon erw\u00e4hnte eine der beiden Frauen mehrmals ein neues Haus im Wald. In der Pension, wo die Touristen untergebracht waren, haben wir mit Hilfe der Kapo eine Person gefunden, die den Einsatzleiter-Unfallplatz bei der \u00dcbersetzung Deutsch-Tschechisch unterst\u00fctzen konnte. Der \u00dcbersetzer konnte so hilfreiche Hinweise \u00fcber den Aufenthaltsort geben. Somit konnte der prim\u00e4re Suchbereich eingekreist werden.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Eine der beiden Frauen st\u00fcrzte, und rutscht im steilen Gel\u00e4nde einige Meter hinunter und blieb blockiert. Die eigenen Mittel der gesuchten waren soweit eingeschr\u00e4nkt, dass eine Fortsetzung der Route mit eigenen Kr\u00e4ften nicht mehr m\u00f6glich war. Ver\u00e4ngstigt suchten sie daraufhin \u00fcber die Tel.-Nr 112 Hilfe.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Knapp zwei Stunden nach der Alarmierung wurden die Vermissten unverletzt gefunden. Nach einer Risikoanalyse \u00fcber allf\u00e4llige Gleitschneelawinen und eine sichere Abstiegsroute, wurde auf eine Evakuation mit dem Helikopter verzichtet und der Abstieg zu Fuss angetreten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die Such- und Rettungsaktion dauerte 4 Stunden. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und 10 BergretterInnen und ein Gel\u00e4ndesuchhund der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08. Absturz\u00a0Matthorn (15.10.2014) mk. 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