{"id":55,"date":"2010-05-20T13:38:22","date_gmt":"2010-05-20T13:38:22","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/rettungsberichte-2010\/"},"modified":"2020-03-09T12:07:33","modified_gmt":"2020-03-09T11:07:33","slug":"rettungsberichte-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/2010\/05\/20\/rettungsberichte-2010\/","title":{"rendered":"Rettungsberichte 2010"},"content":{"rendered":"<h5>10. (7.10.2010) Beobachtung Lichtquelle<\/h5>\n<p>mk. Ein besorgter und ortskundiger Bergretter meldet um 20:12, dass er seit l\u00e4ngerer Zeit im Gebiet der Tw\u00e4ristflue unterhalb dem Berg Glogghuis eine unbewegte Lichtquelle beobachtet. Da sich in diesem Gebiet keine H\u00fctten und keine bekannten Wanderwege befinden wurde eine genauere Abkl\u00e4rung notwendig. Zwei Bergretter wurden aufgeboten und mit der Aufkl\u00e4rung der unbekannten Lichtquelle beauftragt. In der Zwischenzeit t\u00e4tigten wir von der Einsatzzentrale der Kapo OW aus weitere Abkl\u00e4rungen. Nach einem fast einst\u00fcndigen Aufstieg wurde auf einem Felskopf eine brennende herrenlose Partykerze vorgefunden. Im umliegenden abgeleuchteten Gebiet konnten keine besonderen Vorkommnisse festgestellt werden.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und drei Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal. Die pr\u00e4ventive Suchaktion wurde um 23:30 beendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>9. (20.9.2010) Suche und Bergung leicht verletzte Frau<\/h5>\n<p>Am Montag Nachmittag meldet sich eine Wanderin bei der Kapo OW und bittet um Hilfe. Die Wanderin hat sich auf dem Weg von St. Niklausen nach Fl\u00fceli-Ranft in der Melchaa-Schlucht verlaufen. Fast einen Kilometer ist sie vom Weg abgekommen. Die Zusammenarbeit funktionierte einwandfrei. Die Bergretter besch\u00e4ftigten sich mit der Suche und der Bergung. Die S\u00e4nit\u00e4ter versorgten die Patientin medizinisch. Zur weiteren Behandlung wurde die Frau ins Kantonsspital \u00fcberf\u00fchrt. F\u00fcr die Suche und Bergung waren der Rettungsdienst des Kantonsspital mit 3 Personen und die Rettungsstation mit 5 Bergretter im Einsatz. Herzlichen Dank allen die f\u00fcr\u00a0 das Wohl der Frau im Einsatz waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>8. (18.9.2010) Hilferuf von Kletterer<\/h5>\n<p>Am Samstag Nachmittag erreichte uns via Rega der Hilfruf einer Kletterin aus\u00a0 dem Gebiet Ofen im Melchtal. Ein Rekognoszierungsflug im Melchtal zeigte, dass Hilfe aus der Luft, wegen dichtem Nebel nicht M\u00f6glich ist. Die Suche wurde mit zwei Gruppen terrestrisch vorgenommen. Nach fast 3 Stunden Sucharbeit wurde die Frau im dichten Nebel gefunden und ins Tal begleitet. Viele Dank allen beteiligten der verschiedenen Organisationen, die im Einsatz standen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>7. (17.8.2010) Wanderer meldet gelbes Tuch im Gel\u00e4nde<\/h5>\n<p>Ein ortskundiger Mann berichtet der KAPO OW, dass er im Bereich der unteren und oberen Brandegg ein gelbes Tuch gesehen habe. Es soll ca. 5 Meter gross sein. Eventuell ein Gleitschirm?<br \/>\nAbkl\u00e4rungen mit der Rega haben ergeben, dass in diesem Gebiet heute ein totes Tier von einem kommerziellen Heli-Unternehmen geborgen werden sollte. Ist es die Abdeckplane des toten Tieres, die gesichtet wurde? Doch die Bergungszeit passt nicht zusammen. Abkl\u00e4rungen mit dem \u00c4lpler haben ergeben, dass k\u00fcrzlich eine neue Wasserfassung mit einer gelben ca. 5 Meter grossen Abgedeckt wurde. Ein Telefonat zwischen dem Beobachter und dem \u00c4lpler, brachte die Kl\u00e4rung, dass es sich bei der gesichteten Plane, um die der neuen Wasserfassung handelte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>6. (12.7.2010) Canyoningunfall in der kleinen Schliere<\/h5>\n<p>Eine Schweizer Touristin zog sich beim zweiten Sprung in der Schlucht der kleinen Schliere beim aus\u00fcben des Canyoning-Sports eine R\u00fcckenverletzung zu. Die Rega alarmierte kurz nach 12 Uhr zwei Canyoning-Spezialisten, zwei RSH und unsere Rettungsstation. Zum Transport von Rettungsspezialisten und Material wurde ein zweiter kommerzieller Heli aufgeboten. Nach einem Rekognoszierungsflug setzte Rega 10 den Arzt und einen RSH am 70-Meter langen Windeseil in die enge Schlucht ab. Nach der Mitteilung, dass keine weiteren Rettungskr\u00e4fte ben\u00f6tigt werden, wurden alle weiter aufgebotenen Retter und Helikopter wieder auf den Heimweg beordert.<br \/>\nMit Verdacht auf eine R\u00fcckenverletzung wurde die Patientin in ein Spital \u00fcberflogen. Die ganze Rettungsaktion dauerte rund zweieinhalb Stunden. Im Einsatz standen die Rega, die BOHAG, Mitglieder der Alpinen Rettung Schweiz und die Kantonspolizei Obwalden. Besten Dank allen Rettungskr\u00e4ften der verschiedenen Organisationen, die zum guten gelingen der Rettungsaktion beigetragen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>5. (3.7.2010) Canyoningunfall in der kleinen Schliere<\/h5>\n<p>mk. Eine Amerikanische Touristin zog sich im unteren Teil der kleinen Schliere in einer Rutsche eine schmerzhafte Knieverletzung zu. Zur gleichen Zeit fand in unmittelbarer N\u00e4he eine Canyoning-Rettungs\u00fcbung der Alpinen Rettung Schweiz statt. Rettungskr\u00e4fte mit RSH waren sehr schnell bei der betroffenen Person. Mit einer Windenaktion wurde die Person beborgen und in ein nahegelegenes Spital geflogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>4. (26.6.2010) Suchaktion am Pilatus<\/h5>\n<p>mk. Ein Mann verpasste die letzte Talfahrt der Pilatusbahn am Abend des 25.6.2010. Um 21 Uhr informierte er per Handy seine Angeh\u00f6rigen, dass er zu Fuss im Abstieg nach Alpnachstad unterwegs sei. Wegen des leeren Handakkus, war keine weitere Kommunikation mehr m\u00f6glich. Um 01:14 l\u00f6ste die Rega den Pager-Alarm aus. Nach Abkl\u00e4rungen mit der Kripo der Kapo OW beschlossen wir um 01:45 eine Suchaktion zusammen mit Rega8 und zwei Hunde-Teams zu starten.<br \/>\nDie terrestrische Suche wird unterst\u00fctz durch Streifenwagen der KAPO.<br \/>\nKurz bevor der Heli in Alpnachstad die Mannschaft aufnehmen will, meldet die Kapo, dass der Mann wohlbehalten in Alpnachstad eingetroffen ist. Offensichtlich hat sich der gute Mann leicht \u00fcbersch\u00e4tzt und hat f\u00fcr den Abstieg \u00fcber 6 Stunden gebraucht. Im Einsatz waren die Kapo OW, Rega 8, 6 Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal und 2 Gel\u00e4ndesuchhundeteams aus der Zentralschweiz.<br \/>\nUm 03:30 haben wir den Einsatz beendet. Danke an alle Beteiligten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>3. (13.06.10)\u00a0 Bonistock \/ Melchsee-Frutt<\/h5>\n<p>Anl\u00e4sslich des Regionalvereinskurses auf der Melchsee Frutt befanden sich ca. 30 Mitglieder der ARZ im hinteren Teil des Klettergartens Boni. Auf dem R\u00fcckweg st\u00fcrzte ein Mitglied der Ausbildungsgruppe aus nicht gekl\u00e4rten Gr\u00fcnden auf dem Wanderweg und rollte ca. 50 Meter \u00fcber eine 35\u00b0 steile Gr\u00f6llhalde hinunter. Nach kurzer Bewusstlosigkeit atmete der Verunfallte selbst\u00e4ndig weiter. Durch die anwesenden Rettungsleute konnten keine Knochenbr\u00fcche festgestellt werden. Der Verunfallte wies jedoch am ganzen K\u00f6rper offene Wunden von den schafkantigen Steinen auf.<br \/>\nNach Eintreffen von REGA 8 konnte der Patient mittels Winde auf einen Zwischenlandeplatz geflogen werden, und von da wurde er mit dem Heli in Kaspi Luzern gebracht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>2. ( 21.02.10 ) Bettenalp Melchsee-Frutt<\/h5>\n<p>Eine ortsunkundige Snowboarderin trennt sich am sp\u00e4teren Nachmittag von ihrer Gruppe und f\u00e4hrt alleine auf der schwarzen Piste vom Bonistock\u00a0 zur Bettenalp. Unterwegs folgt sie einer Spur,\u00a0 die neben die Piste ins Ungewisse f\u00fchrt. Nach ca. 200 m Fahrt st\u00fcrzt sie rund 20 m \u00fcber felsiges Gel\u00e4nde.\u00a0 Unverletzt, aber unter dem Felsen blockiert, w\u00e4hlt sie die Telephonnummer der Rettungsstation auf der Frutt und bittet um Hilfe ( 17:30h )! Nach ihrer ersten Beschreibung sollte sie nur unweit vom Pistenrand sein, was sich aber kurze Zeit sp\u00e4ter als Irrtum zeigte, denn die in der Zwischenzeit eingeschaltete Streckenbeleuchtung der Gondelbahn konnte die Dame nicht sehen.\u00a0 Da bereits die Nacht hereingebrochen war, wurde die Rega f\u00fcr einen Suchflug alarmiert, starker F\u00f6hn verhinderte aber einen Start von Rega 8 in Erstfeld, sodass Rega 10 in Wilderswil angefordert werden musste. Mit einem ortskundigen Retter an Bord wurde von der Bergstation Frutt aus gestartet und schon bald konnte die Frau gesichtet werden. Am Windenseil h\u00e4ngend wurde sie aus ihrer misslichen Lage befreit und kurze Zeit sp\u00e4ter hatte die Boarderin in der Talstation von St\u00f6ckalp wieder festen Boden unter den F\u00fcssen ( 20:30h ).<br \/>\nBesten Dank an die Helicrew aus Wilderswil und meine im Einsatz stehenden Retter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>1. (31.01.10)\u00a0 Birchboden \/ Pilatus<\/h5>\n<p>Die Station Sarneraatal wurde via Pager um 11:20h aufgeboten, mit der Meldung, dass im Gebiet Birchboden \/ Pilatus ein Schneebrett einen Tourenfahrer versch\u00fcttet habe und man zus\u00e4tzlich Retter brauche. Zwei Retter meiner Station die sich auf Melchsee-Frutt auf der Piste aufhielten konnten sofort mit dem n\u00f6tigen Lawi-Material ausger\u00fcstet werden, so dass sie innerhalb kurzer Zeit abholbereit f\u00fcr einen Rettungseinsatz (inkl. Lawi\u2013Hund) bereit standen und nur noch auf das eintreffen des Rega Helis warteten. Zwischenzeitlich kam dann die R\u00fcckmeldung der EZ Rega, dass der Versch\u00fcttete geortet und ausgegraben sei, so dass unser Einsatz abgebrochen werden konnte. Einsatzende 11:45h.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10. (7.10.2010) Beobachtung Lichtquelle mk. Ein besorgter und ortskundiger Bergretter meldet um 20:12, dass er seit l\u00e4ngerer Zeit im Gebiet der Tw\u00e4ristflue unterhalb dem Berg Glogghuis eine unbewegte Lichtquelle beobachtet. Da sich in diesem Gebiet keine H\u00fctten und keine bekannten Wanderwege befinden wurde eine genauere Abkl\u00e4rung notwendig. Zwei Bergretter wurden aufgeboten und mit der Aufkl\u00e4rung der unbekannten Lichtquelle beauftragt. 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