{"id":54,"date":"2009-05-20T13:33:10","date_gmt":"2009-05-20T13:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/rettungsberichte-2009\/"},"modified":"2020-03-09T12:13:19","modified_gmt":"2020-03-09T11:13:19","slug":"rettungsberichte-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/2009\/05\/20\/rettungsberichte-2009\/","title":{"rendered":"Rettungsberichte 2009"},"content":{"rendered":"<h5><span style=\"font-family: Arial;\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">8. (5.12.09) Schneeschuh Lawi Unfall \u201eChilchstei\u201c \/ Pilatus<\/span><\/strong><\/span><\/h5>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Trotz erheblicher Lawinengefahr wandert eine Einzelg\u00e4ngerin mit den Schneeschuhen von \u00c4msigen via Mattalp den steilen Hang hinauf in Richtung \u201eChilchstei\u201c und will auf den Pilatus. Pl\u00f6tzlich l\u00f6st sie ein Schneebrett aus und wird ca. 200 m mitgerissen. Nach eigenen Angaben ger\u00e4t sie zeitweise komplett unter das Schneebrett, wird dann aber wieder an die Oberfl\u00e4che gesp\u00fchlt. Als endlich die Schneemassen stehen bleiben, kann sie sich teilweise selber befreien, bleibt aber teilversch\u00fcttet. Mit ihrem Handy alarmiert sie direkt die EZ Rega1414! Beim eintreffen des Helis auf der Unfallstelle werden \u00c4rztin und RSH direkt bei der Versch\u00fctteten abgesetzt und gemeinsam befreit man sie aus den Schneemassen.\u00a0 Nach der ersten \u00e4rztlichen Versorgung und dem Verdacht auf eine Fussgelenkverletzung werden Arzt , Patientin und der RSH mit zwei Windeneins\u00e4tzen ausgeflogen. Die Schneesportlerin wird stark unterk\u00fchlt, aber lebend direkt ins Spital Stans \u00fcberf\u00fchrt.\u00a0\u201ewider einisch Gl\u00fcck gha !\u201c<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong><span style=\"color: #0000ff;\">7. (26.9.09) Evakuierung blockierter Wanderer G\u00fcpfi-Egg<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>mk. Zwei blockierte Bergg\u00e4nger meldeten sich bei der Rega, dass sie sich auf dem Abstieg beim Punkt 2042 n\u00f6rdlich beim G\u00fcpfi (657.847 \/ 183.373) befinden und sich nicht weiter getrauen. Schwindelgef\u00fchle des Mannes blockierten die beiden Personen. Die Rega alarmierte in der Folge um 13:46 per Pager unsere Station 5.16. Zwei Bergretter der Gruppe Lungern wurden von unserem Einsatzleiter auf den Weg geschickt. Um 15:45 waren unserer Retter vor Ort und evakuierten die beiden Personen. Die Bergg\u00e4nger waren beide unverletzt und bei guter Verfassung. 17:35 kamen die beiden Personen heil in Lungern an. Dank geb\u00fchrt allen beteiligten an der Rettung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>6. (11.9.09) Rettung blockierter Kletter am Galtigengrat am Pilatus<\/strong><\/span><\/p>\n<p>rk. Eine Dreierseilschaft f\u00e4hrt am Morgen mit der Pilatusbahn nach Mattalp, verl\u00e4sst dort den Zug und steigt hinauf zum Einstieg auf den Galtigengrat, man will die 4 Galtigent\u00fcrme \u00fcbersteigen, um so auf den Pilatus zu gelangen. Das Wetter ist sch\u00f6n, es sollte eine lohnende Tour werden. Doch beim Einstieg zeigen sich bereits die ersten Schwierigkeiten, man braucht viel mehr Zeit f\u00fcr die ersten Seill\u00e4ngen als man geplant hatte, die Tour scheint schwieriger zu werden. Man klettert weiter, gegen Mittag zeigen sich bereits die ersten Nebelschwaden und im Verlaufe des Nachmittages wird der Nebel immer dichter Am sp\u00e4teren Nachmittag ist die Nebelwand pl\u00f6tzlich so dicht, dass man nicht mehr weiss, ob man sich zwischen dem 3. und 4. Turm befindet und stellt gleichzeitig fest, dass man jegliche Orientierung verloren hat. Der einzige Ausweg, heil ab dem Berg zu kommen ist ein Anruf via Nr.117 bei der Kapo und Hilfe anzufordern. Mit einiigen wenigen Tourangaben, die man via Handy von Herr X erhalten hat, besteigen 11 Mann der Rettungsstation Sarneraatal um 19:20h den Extrazug der Pilatusbahn in Alpnachstad und fahren bis oberhalb Mattalp. Die ersten 5 Mann verlassen beim \u201eRoseggtunell\u201c den Zug, die zweite Gruppe f\u00e4hrt weiter und verl\u00e4sst den Zug beim \u201eFleymentunell\u201c man will die blockierten einkreisen, um sich sp\u00e4ter wieder gemeinsam auf dem Galtigengrat zu treffen. Man findet die 3er Seilschaft auf dem 4.Galtigenturm, frierend und durchn\u00e4sst, aber wohlauf ! Gesichert am Seil bringt man sie zur\u00fcck auf den Galtigengrat und gemeinsam geht es bergab durch die stockdunkle Nacht, zur wartenden Bahn. Sichtweite teilweise unter einem Meter !<br \/>\nUm 22:00h beenden wir die n\u00e4chtliche Aktion mit bestem Dank an alle Retter und F\u00f6rster Walti Wallimann, der uns mit seinen genauen Ortskenntnissen eine grosse Hilfe war!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong><span style=\"color: #0000ff;\">5. (30.8.09) Suchaktion Charren<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>mk. Um 19:17 meldete die KAPO OW, dass ein ortskundiger J\u00e4ger seit einiger Zeit eine offensichtlich ersch\u00f6pfte Frau gegen den Charren im Aufstieg beobachtet. Ernsthafte Bedenken, dass die Frau noch vor Einbruch der Dunkelheit einen sicheren Ort erreichen kann, bewogen den aufmerksamen J\u00e4ger die KAPO zu informieren. Die Frau war offensichtlich sehr langsam unterwegs.<br \/>\nDie KAPO informierte daraufhin die Rettungsstation Sarneraatal. Wegen der bald eintreffenden Dunkelheit war es nicht m\u00f6glich rechtzeitig zu Fuss an diesen Ort zu gelangen. Darum wurde bei der Rega ein Heli f\u00fcr einen Suchflug angefordert. Mit zwei Mitgliedern unserer Station wurde das Gebiet bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeflogen. Sp\u00e4ter meldete der Beobachter, dass die Frau bei der Laucherenteufi noch einmal gesichtet wurde. Um 21:05 beschlossen wir die Suchaktion abzubrechen, da wir die Frau nicht auffinden konnten und offensichtlich den Weg mit eigenen Kr\u00e4ften fortsetzen konnte. Die Aktion wurde um 21:45 beendet. Am Folgetag wurde nochmals bei der KAPO \u00fcber allf\u00e4llige neue Erkenntnisse nachgefragt. Bei der KAPO OW und KAPO NW sind keine weiteren Hinweise eingegangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong><span style=\"color: #0000ff;\">4. (15.08.09) Absturz Fruttstrasse<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h5>\n<p>rk. Nach dem allj\u00e4hrlich stattfindenden Fruttschwinget begibt sich nach 21:00h ein Automobilist auf den Heimweg mit seinem Auto (Talfahrten nur in ungeraden Stunden m\u00f6glich). Bereits kurz nach dem Parkplatz touchiert er in einer Linkskurve die Felswand, wird nach rechts abgedr\u00e4ngt und st\u00fcrzt mit seinem Wagen \u00fcber sehr steiles und fesiges Gel\u00e4nde (einige 100 Meter). Der Fahrer wird dabei aus dem Auto geschleudert und bleibt schwerverletzt liegen. Der Unfall wird von einer darunter liegenden Alp beobachtet und sofort wird Rega, Ambulanz<br \/>\nund die Kapo alarmiert. In der Zwischenzeit aber war bereits die Nacht hereingebrochen.<br \/>\nNachdem die drei Organisationen auf dem Schadenplatz eingetroffen waren, der Verletzte geborgen wurde, stand pl\u00f6tzlich die Frage offen, ob ev. im Auto noch weitere Personen mitgefahren waren. Da das Absturzgebiet kupiertes, steiles und fesiges Gel\u00e4nde ist, weiter unten noch Erlengeb\u00fcsch und B\u00e4ume wachsen, wurde f\u00fcr die n\u00e4chtliche Suchaktion die Rettungsstation Sarneraatal aufgeboten. Drei Hundeteams und 5 Mann der Station warteten auf ihren Einsatz, als um 22:30h Entwarnung gegeben wurde. Die zwei vermuteten Mitfahrer konnten in der Zwischenzeit ausfindig gemacht werden, teilweise via Handy.<br \/>\nEinsatzabbruch 22:30h.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong><span style=\"color: #0000ff;\">3. (19.-21.+31.07.09) Suchaktion Engelbergeraa<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>mk. Am sp\u00e4teren Abend des 17.7.09 wurden zwei Kinder auf der Furt des Gerlibaches bei Wolfenschiessen erfasst und in die Engelbergeraa gesp\u00fclt. Feuerwehr und Polizei haben am 18.7.09 die Ufer der Aa erfolglos abgesucht. Am Sonntag 19.7.09 hat die SAC Rettungsstation Stans bei uns nach Unterst\u00fctzung durch die Canyoninggruppe gefragt. Der Abschnitt von der Talstation der Diegisbalm-Bahn bis zum Kraftwerk musste abgesucht werden. Leider blieb die Suche erfolglos. Anschliessend wurde die Planung des n\u00e4chsten Tages angegangen.<\/p>\n<p>Am Montag und Dienstag unterst\u00fctzen wir unsere Stanser-Kollegen wiederum mit je zwei Personen aus der Canyoningruppe. Ausser Kleider und Gegenst\u00e4nde konnten wir leider nichts finden.<\/p>\n<p>Mit 8 Personen haben wir die gross angelegte Suchaktion vom Freitag 31.7.09 unterst\u00fctzt. Insgesamt 120 Personen (Polizei, SAC, Feuerwehr und Taucher) hatten sich an der Suche, unterteilt in 11 Sektoren\u00a0von Grafenort bis Buochs beteiligt.<\/p>\n<p>Eine sehr grosse Pr\u00e4senz der Medien, die Anwesenheit von Angeh\u00f6rigen und teilweise grosse Wassermassen (mehr als\u00a020m3\/s) haben diesen Eins\u00e4tzen einen speziellen Charakter gegeben.\u00a0Wir konnten festhalten, dass die Zusammenarbeit\u00a0unter den angrenzenden Rettungsstationen sehr gut funktioniert.<\/p>\n<p>Besten Dank allen, die sich f\u00fcr den Einsatz zur Verf\u00fcgung\u00a0gestellt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong><span style=\"color: #0000ff;\">2. (11.06.09) Hohe Br\u00fccke Kerns<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>rk. Eine junge Mitarbeiterin des Hotel Pax Montana erscheint am Morgen des 11.06. nicht an ihrem Arbeitsplatz. Zwei Kolleginnen, von denen sie sich am Vorabend verabschiedet hat finden das Auto w\u00e4hrend des Tages, parkiert neben der Hohen Br\u00fccke. Da die Vermisste in der n\u00e4heren Umgebung nicht auffindbar war, erh\u00e4rtete sich der Verdacht, dass sie von der Br\u00fccke in die 100 m tiefe Melchaaschlucht gest\u00fcrzt sein k\u00f6nnte. 10 Retter werden f\u00fcr eine Suchaktion in der Schlucht aufgeboten.<br \/>\nDirekt von der Br\u00fccke wird eine Abseilpiste installier und noch w\u00e4hrend des Abstieges von zwei Rettern, wurde der leblose K\u00f6rper im Wasser, direkt unter der Br\u00fccke gesichtet. Retter und Leichnam werden mit der Paillardet-Winde zur\u00fcck auf die Br\u00fccke gebracht.<br \/>\nBesten Dank an die Retter f\u00fcr ihren.rund 3 Std dauernden Einsatz.<\/p>\n<h5><strong><br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\">1. (18.03.09<\/span><\/strong><strong><span style=\"color: #0000ff;\">)\u00a0 Schwarziberg \/ OW<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>rk. Eine betagte, \u00e4ltere Frau begibt sich nach dem Mittag, ausger\u00fcstet mit einem Handy auf einen Spaziergang. Im verlaufe des Nachmittages versucht die Tochter mehrmals, ihre Mutter telephonisch zu erreichen, leider ohne Erfolg. Da man sich Gedanken \u00fcber das l\u00e4ngere Fernbleiben des \u201eGrosis\u201c macht, wird die n\u00e4here Umgebung zu Fuss abgesucht, leider ohne Erfolg. Wegen der bereits vorger\u00fcckten Zeit wird die Kapo OW informiert, diese wiederum alarmiert unverz\u00fcglich die Rettungsstation Kerns f\u00fcr eine Suchaktion. Noch w\u00e4hrend der Alarmierung einiger Stationsmitglieder taucht die Frau zu Hause wohlbehalten wieder auf.\u00a0 \u201eEnde gut, alles gut !\u201c<\/p>\n<p>N.B. als man das Grosi fragte, wieso es auf die Natelanrufe nicht reagiert habe, gab diese zu verstehen, dass sie sich schon gewundert habe, woher von Zeit zu Zeit die \u201esch\u00f6ne Musik\u201c gekommen sei ! (anstelle eines Klingeltones war Musik aufgeschaltet !)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. 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