{"id":49,"date":"2011-05-20T12:10:29","date_gmt":"2011-05-20T12:10:29","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/rettungsberichte-2011\/"},"modified":"2020-03-09T12:22:11","modified_gmt":"2020-03-09T11:22:11","slug":"rettungsberichte-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/2011\/05\/20\/rettungsberichte-2011\/","title":{"rendered":"Rettungsberichte 2011"},"content":{"rendered":"<h5>8. (19.11.2011) Lichtsignale am Giswilerstock<\/h5>\n<p>mk. Am Samstag 19.11.2011 sichtete eine Person fr\u00fchmorgens in der Dunkelheit \u00fcber l\u00e4ngere Zeit mehrmals Blinkzeichen auf dem Giswilerstock und meldete dies der Kantonspolizei.<br \/>\nIn Absprache mit dem Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal ging eine Polizeipatroullie vor Ort und befragte die Person. Nach einer gr\u00fcndlichen Analyse der Informationen, entschieden wir uns zur Kontrolle zu Fuss auf den Giswilerstock zu steigen.<br \/>\nDer Gipfelbucheintrag brachte Licht in der zweifelhafte Situation. Mehrere Personen gingen auf den Giswilerstock um den Sonnenaufgang zu geniessen. Im Blickwinkel zur aufmerksamen Person standen einige Bauml\u00fccken im Wege, womit sich das unregelm\u00e4\u00dfige Blinken erkl\u00e4ren lies.<br \/>\nIm Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und 2 Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>7. (4.10.2011) Bergunfall Glaubenbielenpass<\/h5>\n<p>mk. Eine Person verletzte sich im Gebiet des Glaubenb\u00fchlenpasses am Bein. Die EZ der Rega hat unsere Rettungsstation aufgeboten zwecks genauen Abkl\u00e4rungen \u00fcber den Unfallort. Wenige Telefonate brachten Kl\u00e4rung und die Rega holte die Person mit dem Heli und flog diese in ein nahe gelegenes Spital zu Pflege. Von der Rettungsstation ist niemand ausger\u00fcckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>6. (6.8.2011) Rettung Chli Schliere<\/h5>\n<p>mk. Ein junger Amerikaner st\u00fcrzte beim Canyoning im Bachbett der kleinen Schliere und brach sich den rechten Unterschenkel. Unterst\u00fctzt von einem RSH (Rettungsspezialist Helikopter) wurde der Patient in einer Windenaktion gerettet und ins Kantonsspital Stans \u00fcberflogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>5. (5.8.2011) Vermisste Wanderer<\/h5>\n<p>mk. Der besorgte Wirt des Restaurants auf der Aelggi-Alp vermisste am sp\u00e4teren Freitagabend zwei seiner G\u00e4ste und schlug Alarm. Die Rega hatte die Rettungsstation Sarneraatal alarmiert. Noch w\u00e4hrend den laufenden Abkl\u00e4rungen tauchte das Deutsche Paar total durchn\u00e4sst wieder auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>4. (13.6.2011) Rettung Chli Schliere (G\u00e4rtlisteg)<\/h5>\n<p>mk. Eine junge Frau einer Canyoning-Tour st\u00fcrzte unmittelbar beim Einstieg von der schmalen Br\u00fccke, als sie sich am faulen Br\u00fcckengel\u00e4nger abst\u00fctzte. Kopf\u00fcber st\u00fcrzte sie einige Meter mit einer halben Drehung auf den R\u00fccken ins Bachbett und zog sich mittelschwere Verletzungen zu.<br \/>\nDie Wetterlage war tr\u00fcb und tief h\u00e4ngende Nebelschwaden machten zu Beginn der Rettungsaktion eine Luftrettung unsicher.<br \/>\nDie Rega hat einen RSH (Rettungsspezialist Helikopter) und die Rettungsstation Sarneraatal f\u00fcr eine allf\u00e4llig terrestrische Rettung aufgeboten.<br \/>\nRSH und Arzt konnten mit einer Windenaktion am ca. 70 Meter langen Seil beim Verunfallten abgesetzt werden.<br \/>\nNach der medizinischen Erstversorgung wurden der Patient und Arzt aus der Schlucht geflogen. In einem zweiten Flug ebenfalls der RSH.<br \/>\nDer Patient wurde anschliessend ins Kantonsspital Luzern geflogen. Im Einsatz standen die Rega, ein RSH und die Rettungsstation Sarneraatal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>3. (28.5.2011) Rettung Wanderer (R\u00e4misg\u00fctsch)<\/h5>\n<p>mk. Ein Bergwanderer verlies den Wanderweg auf dem R\u00e4misg\u00fctsch mit dem Ziel Vorstegg. Dabei hat er sich auf der Melchtaler Seite in ein Bachtobel verstiegen. Total ver\u00e4ngstigt und orientierungslos hat der Betroffene die Polizei angerufen und um Hilfe gebeten.<br \/>\nNach telefonischem Kontakt mit dem Hilferufenden konnten wir einen prim\u00e4ren Suchbereich bestimmen. Da der Wanderer unverletzt war und an einem absturzsicheren Ort warten konnte, entschieden wir uns f\u00fcr eine terrestrische Rettungsaktion.<br \/>\nMit zwei Gruppen wurde die Suche aufgenommen. Ein Retter befand sich auf der Alp im Gebiet Stepfen und machte sich unmittelbar auf den Weg, um das untere Gebiet im Chlisterberg abzusuchen. Die zweite Gruppe stieg \u00fcber die Arnialp auf den R\u00e4misg\u00fctsch in den prim\u00e4ren Suchbereich vor.<br \/>\nAlle 30 Minuten beruhigten wir den Wanderer, der sp\u00e4ter sagte, er h\u00e4tte in seinem Leben noch nie so grosse \u00c4ngste ausgestanden, w\u00e4hrend er auf seine Retter gewartet hat.<br \/>\nNach etwas mehr als 2 Stunden Suche fanden wir den Wanderer an einer ausweglosen Stelle auf. Am gesicherten Seil f\u00fchrten wir den sichtlich erleichterten Bergg\u00e4nger \u00fcber den R\u00e4misg\u00fctsch via Arnialp nach Hause.<br \/>\nDie ganze Aktion dauerte \u00fcber 4 Stunden. Es waren 5 Bergretter in Zusammenarbeit mit der Rega und der Kantonspolizei Obwalden im Einsatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>2. (30.4.2011) Rettung Wanderer Wolfortbach (Pilatusgebiet)<\/h5>\n<p>mk. Eine Familie verpasste die letzte Talfahrt mit der Pilatusbahn. Darauf beschlossen sie gemeinsam den Abstieg zu Fuss anzutreten. Unterhalb der \u00c4msigenalp folgten sie dem Trasse der Bahnanlagen. Sie gingen durch die Tunnels und benutzten die schmalen Holzbr\u00fccken unmittelbar neben den Bahngeleisen. Auf einer Holzbr\u00fccke ausgangs des letzten Tunnels beim Wolfortbach machte der Vater einen Fehltritt und st\u00fcrzte angeblich einige Meter in das Bachbett. Die Mutter betreute den verungl\u00fcckten Mann, der sich laut Unfallmeldung eine Unterschenkelfraktur zugezogen haben soll, w\u00e4hrend der Sohn ins Tal rannte um Hilfe zu holen.<br \/>\nWegen mehreren grossen Gewitterzellen und der einbrechenden Dunkelheit wollte die Rega keinen Lufteinsatz machen und rief die Rettungsstation Sarneraatal zum Einsatz.<br \/>\nUnterst\u00fctzt von einem Team des 144 machten wir uns zu viert mit der Pilatusbahn auf die Suche nach dem verunfallten. Doch an der angeblichen Unfallstelle fanden wir niemanden. Wir dehnten das Suchgebiet in Richtung \u00c4msigenalp ohne Erfolg aus.<br \/>\nUm 21:45 meldete uns die EZ der Kapo, dass die gesuchten Personen sich beim obersten Hof eingefunden haben. Der Hofbesitzer brachte die Beiden zur Talstation der Pilatusbahn. Der Vater musste sich wegen Schmerzen im Brustwirbelbereich zur Behandlung in Spitalpflege begeben. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, der Rettungsdienst 144 des Kantonspitals Sarnen und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>1. (1.3.2011) Evakuierung Skitourenfahrer Rotsandnollen<\/h5>\n<p>mk. Ein 68-j\u00e4hriger Skitourenfahrer ist am sp\u00e4teren Nachmittag alleine auf der Abfahrt vom Rotsandnollen in Richtung Melchtal vom dichten Nebel \u00fcberrascht worden. Nach l\u00e4ngerem warten und hoffen, dass sich der Nebel aufl\u00f6st, kontaktierte der Tourenfahrer die Kantonspolizei Obwalden in Sarnen. In der Zwischenzeit war die Dunkelheit eingebrochen. Der blockierte Tourenfahrer bat um seine Rettung. Wegen Nebel und Nacht kam nur eine terrestrische Rettungsaktion in Frage.<br \/>\nF\u00fcnf Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal machten sich mit Hilfe eines Schneefahrzeugs auf den langen Aufstieg. Es galt rund 1000 H\u00f6henmeter bei Nacht und Nebel zu bew\u00e4ltigen. Die EZ der Kapo und der Rega hielten den Betroffenen und die Mannschaft st\u00e4ndig mit den neusten Informationen auf dem Laufenden. Nach 2.5 Stunden Aufstieg haben wir den Tourenfahrer unverletzt geortet. Bei eisiger K\u00e4lte und leichtem Wind traten wir mit Stirnlampen ausger\u00fcstet vorsichtig die anspruchsvolle Abfahrt entlang unserer Aufstiegsspur an. Nach Mitternacht erreichten wir m\u00fcde aber wohlauf unsere Fahrzeuge. Vermutlich h\u00e4tte der Tourenfahrer die kalte Nacht nicht ganz ohne Schaden \u00fcberstanden. Auf dem Polizeiposten in Sarnen haben wir unseren 6.5 Stunden dauernden Einsatz beendet. Im Einsatz standen Einsatzkr\u00e4fte der Kantonspolizei Obwalden, der Rega und der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. (19.11.2011) Lichtsignale am Giswilerstock mk. Am Samstag 19.11.2011 sichtete eine Person fr\u00fchmorgens in der Dunkelheit \u00fcber l\u00e4ngere Zeit mehrmals Blinkzeichen auf dem Giswilerstock und meldete dies der Kantonspolizei. In Absprache mit dem Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal ging eine Polizeipatroullie vor Ort und befragte die Person. 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