{"id":134,"date":"2017-12-31T10:21:14","date_gmt":"2017-12-31T10:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/rettungsberichte-2017\/"},"modified":"2020-03-08T07:28:43","modified_gmt":"2020-03-08T07:28:43","slug":"rettungsberichte-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/2017\/12\/31\/rettungsberichte-2017\/","title":{"rendered":"Rettungsberichte 2017"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">21.\u00a0Absturz Stanserhorn\u00a0(01.11.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Auf dem R\u00fcckweg von seiner H\u00fctte st\u00fcrzte ein Bergg\u00e4nger auf der Westseite des Stanserhorns von einem exponierten schmalen Weg mehr als 100 Meter \u00fcber eine steile Ger\u00f6llhalde in die Tiefe. Die sofort alarmierte Rega konnte mit dem Helikopter nicht direkt an den Unfallort fliegen, da sich in diesem Gebiet viele Seile kreuz und quer befinden. Zudem gibt es einige h\u00e4ngende Wasserleitung, die nicht in der Lufthinderniskarte ersichtlich sind. Eine Rettung aus der Luft war nicht m\u00f6glich, darum wurde die Rettungsstation Sarneraatal alarmiert. Leider konnten die Bergretter am schwer erreichbaren Unfallort nur noch den Tod der Bergg\u00e4ngers feststellen. Die Bergung erfolgte bergaufw\u00e4rts in einem steilen und verblockten Bachtobel, da talw\u00e4rts ein Wasserfall den Abgang verunm\u00f6glichte. Mit zus\u00e4tzlich aufgebotenen Rettern wurde in mehreren Etappen die kr\u00e4fteraubende Bergung per Mannschaftszug aufgef\u00fchrt. Der anstrengende Einsatz im schwierigen Gel\u00e4nde erfolgte gr\u00f6sstenteils bei Dunkelheit und dauerte mehr als 5 Stunden.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Rega, die Kantonspolizei Obwalden, das Care-Team und 16 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">20.\u00a0SOS-Lichtsignale (14.10.2017)<\/span><\/p>\n<p>Um 20:21 alarmierte die EZ der Rega die Rettungsstation Sarneraatal. Biwakierende sichteten vom Widderfeld aus eindeutig erkennbare SOS-Lichtsignale aus der Richtung linker Seite der Tripolih\u00fctte. Nach eigehenden Abkl\u00e4rungen mit den Beobachter und der Kapo OW beschlossen wir die Lichtquelle zu suchen. Immerhin erkannten die pflichtbewussten Beobachter mehrmals eindeutige SOS Morsezeichen mit einer Lichtquelle.<br \/>\nZwei Bergretter begaben sich zur W\u00e4ngenalp und kontaktierten die Beobachter der Signale. Diese meldeten, dass die Herkunft der Signale aus ihrem Sichtwinkel noch mehr von links gekommen seien.<\/p>\n<p>Wir verschoben uns mit dem Auto zur Rischigenmatt. Die H\u00fcttenbewohner hatten keine Lichtsignale gesehen. Beobachteten jedoch ein auff\u00e4lliges Fahrzeug auf der \u00c4lgg\u00e4u-Alp. Wir beschlossen zu Fuss zur Alp zu gehen.<\/p>\n<p>Kurz vor der H\u00fctte verifizierten wir nochmals den Herkunftsort der Lichtsignale mit den Beobachtern. Treffer! Von hier seien die Signale gekommen best\u00e4tigen die Meldenden. Ein H\u00fcttenbewohner best\u00e4tigte, dass er mit der Taschenlampe im freien war und etwas herumfummelte. Er habe jedoch keine SOS-Signale gesendet. Es sei alles in Ordnung. Die Handy-Kommunikation in dieser Region ist schwierig, da nur selten ein Signal vorhanden ist. Wir benutzten Polycom, um \u00fcber die Einsatzzentrale der Kapo OW mit den Beobachtern zu kommunizieren.<br \/>\nDaraufhin traten wir den Heimweg an.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Einsatzzentrale der Rega, die Kantonspolizei Obwalden und 2 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">19.\u00a0Canyoningunfall Chli Schliere\u00a0(30.09.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Kurz vor Mittag alarmierte die Einsatzzentrale der Rega die Rettungsstation Sarneraatal. Im oberen Bereich der Chli Schliere habe sich ein Canyoning-Unfall ereignet. Rega 8 ist bereits aufgeboten und macht sich auf den Weg. Zum Zeitpunkt der Alarmierung ist nicht ganz sicher, ob ein terrestrischer Einsatz n\u00f6tig wird, darum begibt sich der ortsans\u00e4ssige Rettungschef zum Zwischenlandeplatz in der Eichetschwand um vor Ort mit der Rega \u00fcber den weiteren Einsatz zu entscheiden. An diesem Tag hat es verschiedene Gruppen in der Schlucht.<br \/>\nDer Unfall ereignete sich unmittelbar oberhalb der kritischen Stelle wo das Gel\u00e4nde wieder offen ist und eine Windenrettung, ohne Bedenken direkt ausgef\u00fchrt werden kann. So wird die \u00c4rztin mit der Winde abgesetzt. Nach der Erstversorgung auf dem Unfallplatz wird die Patientin mit einem Kn\u00f6chelbruch mit der Winde gerettet und in ein ortsnahes Spital \u00fcberflogen.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">18.\u00a0Tragischer Verkehrsunfall Lungern\u00a0(14.09.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein talw\u00e4rtsfahrender Transporter mit Tieren beladen kam unterhalb des Z\u00fcnliranks von der Strasse ab und st\u00fcrze rund 100m in die Tiefe des Dundelsbaches. Dabei erlitten die zwei Personen so schwere Verletzungen, dass Sie noch auf der Unfallstelle verstarben. Eine Kuh konnte lebend geborgen werden, die anderen vier verstarben auch bei diesem tragischen Unfall. 7 Bergretter unterst\u00fctzen die Rettungskr\u00e4fte vor Ort bei den Bergungsarbeiten im steilen und rutschigen Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, Rega, Feuerwehren von Lungern und Sarnen, Forstbetrieb Lungern, Swisshelicopter und die Rettungsstation Sarneraatal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">17.\u00a0Vermisster\u00a0\u00c4lpler Wolfisalp\u00a0(02.09.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Am Samstag Abend wurde im Gebiet der Wolfisalp der Kantonspolizei Obwalden ein \u00c4lpler als vermisst gemeldet. Als sich bereits 22 Bergretter bei der Kapo OW in Sarnen\u00a0zum Einsatz-Briefing eingefunden hatten, meldete sich der Vermisste, dass er wieder unversehrt zur\u00fcck zur H\u00fctte aufgestiegen sei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">16.\u00a0Suchaktion Stockenmatt\u00a0(24.08.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die laufende Suchaktion des Pilzler am J\u00e4nzi wurde vor wenigen Minuten als offiziell abgeschlossen erkl\u00e4rt. Wird schon wieder ein Pilzler im Gebiet der Stockenmatt vermisst. Einige Bergretter hatten bereits mit den Vorbereitungen einer Suchaktion angefangen und die Mannschaft wurde alarmiert, ging die Meldung ein, dass die vermisste Pilzlerin unversehrt aufgetaucht ist. Der ganze Einsatz wurde abgebrochen, als die ersten Retter bereits im Foribach bei der Kapo eintrafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">15.\u00a0Suchaktion Pilzler Ch\u00e4seren (21.-24.08.2017)<\/span><\/p>\n<p>mk. Am Montag 21.8.2017 alarmierte um 19:28 Uhr die Kapo OW via EZ Rega die Rettungsstation Sarneraatal f\u00fcr die Suche eines Pilzlers. Der 82-j\u00e4hrige ging am Montagmorgen in die Region J\u00e4nzi um Pilze zu sammeln und kehrte am Abend nicht zur\u00fcck. Darauf setzte sich die Ehefrau des Pilzler mit der Kantonspolizei Obwalden in Verbindung. Die Polizei fand das Auto des Pilzlers nach einiger Suchzeit abgeschlossen im Schneeloch. Die Rettungsstation nahm unmittelbar nach der Alarmierung die terrestrische Suche mit 24 Mann und der Unterst\u00fctzung von 3 Gel\u00e4ndesuchhunden auf. Die Kapo organsierte zudem einen Personensp\u00fcrhund um die F\u00e4hrte ab den Fundort des Autos aufzunehmen. Die letzte Verbindung mit dem Handy fand um 12:20 Uhr statt, danach gab das Handy keine Signale mehr von sich. In einer ersten Phase wurden unz\u00e4hlige Wanderwege und Waldr\u00e4nder, die Pilzler benutzen zu Fuss und Gel\u00e4ndesuchhunde abgesucht. Grosse Hoffnung wurde auf den Sp\u00fcrhund gesetzt, da wir ausser dem Fundort des Autos \u00fcber keine konkreten Hinweise \u00fcber den Verbleibe der Pilzlers hatten. In der zweiten Phase der Suche wurde der IMSI-Catcher (fliegende Handortung) und der FILR-Helikopter der Luftwaffe mit der W\u00e4rmebildkamera eingesetzt. Laufend wurde das Suchgebiet erweitert und die Suchtrupps von der Einsatzleitung, die ihren Standort im grossen F\u00fchrungsraum bei der Kantonspolizei Obwalden in Sarnen bezogen hatte, mit neuen Suchauftragen versorgt. Fr\u00fch morgens um 4 Uhr wurde beschlossen, die bislang erfolglose Suche f\u00fcr einige Stunden einzustellen.<\/p>\n<p>Am Dienstag 22.8.2017 startete die Einsatzleitung bereits wieder vor 7 Uhr mit der Planung der Fl\u00e4chensuche im teils schwierig begehbaren Gel\u00e4nde. Um 8 Uhr war Briefing f\u00fcr den aktuellen Suchtag mit 24 Bergrettern, die wiederum durch 3 Gel\u00e4ndesuchhunde und einen Sp\u00fcrhund der Kantonspolizei Luzern unterst\u00fctzt wurde. Den ganzen Tag \u00fcber wurde intensiv nach dem vermissten Pilzler gesucht. Verschiedene Fundgegenst\u00e4nde wurden zur \u00dcberpr\u00fcfung an den kriminaltechnischen Dienst der Kapo abgegeben. Aus der Luft wurde die Suche durch die Luftwaffe unterst\u00fctz. Wiederum endete der Tag, ohne Erfolg, trotz einer am Morgen eingeleiteten \u00d6ffentlichkeitsfahndung.<\/p>\n<p>Am Mittwoch 23.8.2017 wurde die Suche am Morgenrapport an die Gebirgsspezialisten \u00fcbergeben. Die Rettungsstation unterst\u00fctze die 20 Angeh\u00f6rigen der Armee den ganzen Tag mit einem ortskundigen Bergretter im Gel\u00e4nde. Am Morgen- und Abendrapport war jeweils der Rettungschef zwecks Informationsaustauschs vor Ort. Die Redog, die f\u00fcr die Kapo im Einsatz stand, hatte auch keinen Erfolg. Am Donnerstag 24.8.2017 war die Armee mit 26 Personen im Einsatz. Im Laufe des Nachmittags musste die Suche wegen starken Gewittern abgebrochen werden. Leider war auch am Donnerstag die Suche, ohne einen brauchbaren Hinweis \u00fcber das Verbleiben des spurlos verschwundenen Pilzer. Am Donnerstagabend hatte die Einsatzleitung (Kapo und ARS) den schwierigen Entscheid \u00fcber die offizielle Einstellung der Suche zu f\u00e4llen.<\/p>\n<p>Am Samstag 26.8.2017 beteiligten sich 36 motivierte Personen und 6 Gel\u00e4ndesuchhunde zu einer freiwilligen Suchaktion, die unter Leitung der Rettungsstation Sarneraatal als Einsatz\u00fcbung durchgef\u00fchrt wurde. Selbst kleine H\u00f6hlen im Suchgel\u00e4nde wurden bis auf den Grund abgesucht. Leider endete auch der f\u00fcnfte intensive Suchtag ohne Erfolg. M\u00fcde und auch etwas entt\u00e4uscht gingen wir alle unfallfrei wieder nach Hause.<\/p>\n<p>Bei der Suche setzten wir das erste Mal ein Online-GPS-Tracking-System ein, dadurch wusste die Einsatzleitung st\u00e4ndig den Standort der ARS-Einsatzgruppen und Hundef\u00fchrer im Gel\u00e4nde. Der intensive Funkverkehr mit Standortmeldungen konnte dadurch massiv reduziert werden. Zudem war ein Trakking \u00fcber alle Suchgebiete m\u00f6glich um L\u00f6cher zu eruieren.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen zahlreiche Mitarbeiter der Kantonspolizei Obwalden, die Kantonspolizei Zug, die Kantonspolizei Luzern, die Kantonspolizei Z\u00fcrich, die Luftwaffe mit einem Super-Puma (FLIR) und einem EC-635-Helikopter, 26 Gebirgsspezialisten des Kompetenzzentums des Gebirgsdienstes der Schweizer Armee aus Andermatt und 28 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">14.\u00a0Evakuierung Wit Ris (21.08.2017)<\/span><\/p>\n<p>mk. Eine Frau begleitet von zwei Jugendlichen verstieg sich auf dem Weg \u00fcber den Wit Ris im Gebiet Melchsee-Frutt. Die Frau alarmierte die Kapo OW, die den Alarm weiter an die Rega gab. Der Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal bot nach einigen Abkl\u00e4rungen den Heli und einen RSH (Rettungsspezialist Helikopter) auf, da die Frau nach eigenen Angaben sich nicht mehr lange Zeit am Ort halten kann. Sie stehe in einer steilen Ger\u00f6llhalde auf instabilem Boden. Die beiden Jugendlichen seien auf einem Felsvorsprung mit stabilem Untergrund. In einer Windenaktion wurden alle drei auf sicheren Boden beim Blausee unverletzt evakuiert. Im Einsatz die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz mit 2 Bergretter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">13.\u00a0Evakuierung Cheselenflue (15.08.2017)<\/span><\/p>\n<p>mk. In der Cheselenflue verklemmte sich beim Abseilen einer zweier Seilschaft das Seil. Ein an der Winde eingeflogener RSH(Rettungsspezialist Helikopter) l\u00f6ste das gespannte Seil mit einem Flaschenzug. Die Seilschaft setzte die Tour selbst\u00e4ndig fort.<br \/>\nIm Einsatz standen\u00a0ein RSH (Rettungsspezialist Helikopter) der Alpinen Rettung Schweiz und ein Helikopter der Rega.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">12.\u00a0Evakuierung Ofen\u00a0(04.08.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk.\u00a0Beim Abseilen \u00a0im\u00a0 Klettergebiet Ofen verklemmte sich das Seil von zwei Kletterer. Das Seil war f\u00fcr die beiden unl\u00f6sbar. Zwei RSH(Rettungsspezialisten Helikopter) evakuierten die beiden Kletterer mittels einer Windenaktion aus der ausweglosen Situation. Nebelfetzen behinderten Zeitweise die Flugaktionen. Nach einem kurzen medizinischen Check durch die Crew setzten die beiden die Tour mit eigenen Kr\u00e4ften fort. Im Einsatz standen zwei RSH der Alpinen Rettung Schweiz und ein Helikopter der Rega.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">11.\u00a0Notschirm Lindern\u00a0(16.07.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Nach 20:45 gingen bei der Kantonspolizei mehrere Meldungen \u00fcber einen abgest\u00fcrzten Gleitschirm im Gebiet Lindern ein. Einige hielten den Absturz sogar mit dem Handy fest. Die Polizei r\u00fcckte aus und fand im Gel\u00e4nde kein Gleitschirm. Daraufhin wurde die Rega und die Rettungsstation alarmiert. Mit einem Suchflug wurde das Gel\u00e4nde weitr\u00e4umig abgesucht, da die Meldungen mit unterschiedlichen Ortsangaben eingingen. Terrestrisch machte sich eine kleine Gruppe f\u00fcr Baumrettungen und Unterst\u00fctzung im schwierigen Gel\u00e4nde bereit. Im Laufe der Sucharbeiten stellte sich heraus, dass es sich um eine geplante Notschirm\u00f6ffnung \u00fcber dem Zubner-Ried in St. Niklausen handelte. Nachdem auch die unterschiedlichen Zeitabgaben gekl\u00e4rt werden konnten, war sicher gestellt, dass es sich nicht um zwei sondern um denselben Gleitschirm handelte. Kurz vor Mitternacht wurde die Suchaktion abgebrochen. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, die Rega und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz mit 7 Bergretter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">10.\u00a0Canyoning Unfall Chli Schliere (14.07.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Kurz nach dem Mittag ereignete sich in der Schlucht der Chli Schliere in Alpnach ein Canyoningunfall. Eine junge Frau verletze sich am Knie und musste in einer Windenaktion mit dem Helikopter der Rega unterst\u00fctz von einem RSH (Rettungsspezialist Helikopter) der Alpinen Rettung Schweiz ins Spital geflogen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">09.\u00a0Evakuation Wit Ris (13.07.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Um 12:31 alarmierte die Rega die Rettungsstation Sarneraatal f\u00fcr die Evakuierung von 4 blockierten Wanderern im Gebiet Hochstollen. Nach telefonischer Kontaktaufnahme mit den Hilferufenden durch den Rettungschef stellte sich heraus, dass sie vermutlich auf dem blau-weiss markierten Bergweg im Wit Ris den Weg verloren haben und im dichten Nebel unverletzt blockiert sind. Mit Hilfe des Rega-Apps konnten wir die Koordinaten des Standortes ermitteln. Wie vermutet m\u00fcssen sich die Wanderer im Wit Ris verstiegen haben. Zwei Bergretter machten sich von der Bergstation der Melchsee-Frutt Bahn auf den Weg um die verunsicherten Bergg\u00e4nger zu evakuieren. \u00dcber drei Seill\u00e4ngen hinweg wurden alle vier am Seil gesichert nach oben auf den Weg gebracht. Die Sicht vor Ort war schlecht. Die Evakuierung dauerte \u00fcber 3.5 Stunden.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen 3 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">08.\u00a0Suchaktion Altibach\u00a0(11.07.2017)<\/span><\/p>\n<p>mk. Um 22:57 Uhr informiert die Kantonspolizei den Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal, dass in Obwalden ein Fischer vermisst wird. Sein Fahrzeug konnte bis zur Alarmierung nicht aufgefunden werden. Im F\u00fchrungsraum der Kapo in Sarnen richteten wir unser gemeinsames KP ein. Eine Handyortung war bereits in Auftrag gegeben worden. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass der in den fr\u00fchen Morgenstunden in den Kanton Obwalden gefahrene Fischer mit grosser Wahrscheinlichkeit sich immer noch auf dem Boden des Sarneraatals befindet. Doch wo? Sein Auto wird nun intensiv gesucht. Das Suchgebiet ist gross es reichte anf\u00e4nglich vom grossen Schlierental bis nach Giswil in die Laui. F\u00fcr die Unterst\u00fctzung aus der Luft bestellten wir einen Helikopter mit einem IMSI-Catcher (fliegendes Handyortungs-System). Kurz nach 2 Uhr wurde sein Auto gefunden. Es war am Ufer des Alitbachs in Giswil parkiert. Vom Fischer fehlte nach wie vor jede Spur. Zwei Bergeretter machten sich zu Fuss bachaufw\u00e4rts auf den Weg und leuchteten mit lichtstarken Lampen das Bachbett und die Umgebung aus. Der Heli mit dem IMSI-Catcher ben\u00f6tigte einige Zeit bis die Hightech Instrumente uns Koordinaten bereitstellen konnten. Der Weg zeigte noch weiter aufw\u00e4rts. Das Gel\u00e4nde wurde immer enger und steiler. Mit einer Signalpfeife konnte sich der schwer verletze Fischer bemerkbar machen als er unsere Lichtkegel wahrgenommen hatte. Vor Ort leisteten wir Erst Hilfe und alarmierten den Rettungshelikopter. Wegen der schlechten Sicht in der dunklen Schlucht musste der Heli nach einem ersten Rettungsflug in Giswil zwischenlanden und zuwarten bis die Morgend\u00e4mmerung um 05:30 angebrochen war. Kurz vor 6 Uhr morgens konnten wir den schwer verletzten Fischer aus der Schlucht fliegen und in ein Zentrumsspital \u00fcberweisen.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Rega, die Kantonspolizeien Obwalden und Z\u00fcrich, sowie 2 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">07.\u00a0Suchaktion Sachsler Alpen (10.06.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Um 22:15 Uhr informiert die Kantonspolizei den Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal, dass in den Sachsler Alpen ein Wanderer vermisst wird. Sein Fahrzeug wurde unmittelbar vor dem Telefonat auf der Wolfisbergstrasse im Balm geschlossen aufgefunden. Er wollte um 19 Uhr zu Hause sein. Zusammen mit der Kapo OW beschlossen wir unmittelbar eine Suchaktion zu starten. \u00dcber MOKOS(Alarmierungssystem) wurde sofort die Kommandogruppe der Rettungsstation Sarneraatal aufgeboten mit dem Treffpunkt beim Polizeiposten in Sarnen. Bald stellte sich heraus, dass wir f\u00fcr die Suchaktion im Gel\u00e4nde zus\u00e4tzliche Bergretter ben\u00f6tigen, da wir \u00fcber wenig Angaben \u00fcber den Verbleib des Vermissten hatten und boten die Gruppe Sarnen und Kerns auf. Im Weiteren bestellten wir drei Gel\u00e4ndesuchhunde und einen Bluthund der Luzerner Polizei. F\u00fcr die Unterst\u00fctzung aus der Luft bestellten wir einen Helikopter mit einem lichtstarken Scheinwerfen und einen IMSI-Catcher (fliegendes Handyortungs-System). Im F\u00fchrungsraum des Kantonalen F\u00fchrungsstabes richteten wir unsere Kommandozentrale ein, von wo wir den gesamten Einsatz leiteten. In 8 Gruppen aufgeteilt koordinierten wir eine intensive Suchaktion \u00fcber das ganze Gebiet des Arnigrates von der Unterb\u00fcelen bis zur Wandelen. Unz\u00e4hlige Wanderwege und H\u00fctten wurden terrestrisch abgesucht. Als der Gesuchte den Helikopter h\u00f6rte, machte er sich mit einer kleine LED-Taschenlampe von seinem Sackmesser bemerkbar. Die Lichtzeichen wurden von den Bergrettern am Boden gesichtet und lotsten \u00fcber Funk den Heli mit dem lichtstarken Scheinwerfer an die Stelle, wo die Lichtzeichen her kamen. Die Heli Crew sichtet den Gesuchten und stellte eindeutige Lebenszeichen fest. Das Handy war ausser Reichweite f\u00fcr den Verletzten. Seine Kr\u00e4fte reichten nicht um zum Handy zu gelangen. Bergretter eilten im steilen (ca. 45\u00b0) felsig durchsetzten Gel\u00e4nde zum schwer verletzten Wanderer und leisteten unverz\u00fcglich Erste Hilfe vor Ort. Beim Absturz (ca. 80m) zog sich der Wanderer schwere Verletzungen am Kopf, Brust, Ellbogen und Oberschenkel zu. Er verlor relativ viel Blut und war unterk\u00fchlt. Der Rega-Heli flog auf die Basis Wilderswil zur\u00fcck. Baute den IMSI-Catcher aus, tankte und brachte einen RSH und die \u00c4rztin auf den Unfallplatz. Diese versorgten den Verletzten medizinisch auf dem Unfallplatz. Mit der Winde wurde der Patient aus dem unwegsamen Gebiet gerettet und in ein Zentrums-Spital geflogen. \u00a0 Alle beteiligten Organisationen arbeiteten strukturiert und mit grossem Einsatz hervorragend zusammen. Jede Organisation hat mit ihrem unerm\u00fcdlichen Engagement zum Erfolg ein grosses St\u00fcck beigetragen. Nach mehr als einer Woche d\u00fcrfen wir uns dar\u00fcber freuen, dass es dem Wanderer gut geht und in einigen Tagen zur weiteren Genesung nach Hause darf.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Rega, Kantonspolizei Obwalden, die Luzerner Polizei, das Fedpol (Bundespolizei), ein RSH (Rettungsspezialist Helikopter) der ARS und 22 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">06.\u00a0Verkehrsunfall Sachseln (31.05.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Unfall passierte am Mittwoch gegen 16.25 Uhr: Ein Rollerfahrer war auf der Fl\u00fcelistrasse talw\u00e4rts Richtung Sachseln unterwegs. Unmittelbar vor der Salzbrunnenbr\u00fccke kam er aus noch ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden rechts neben die Strasse und kollidierte mit der Leitplanke. \u00a0Der Rollerfahrer\u00a0 st\u00fcrzte \u00fcber die Leitplanke und fiel etwa 4 Meter in die Tiefe, wie die Kantonspolizei Obwalden am Abend mitteilt. Der 68-j\u00e4hrige Rollerfahrer erlitt schwere Verletzungen und musste mit der Rega unters\u00fctzt von einem Rettungsspezialist Helikopter (RSH) der Alpinen Rettung Schweiz in ein Spital \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">05.\u00a0Verirrter Wanderer Abgsch\u00fctz (30.05.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein k\u00f6rperlich fiter \u00e4lterer Wanderer verirrte sich auf dem Weg vom Mittelpunkt der Schweiz auf die Melchsee-Frutt. Das Wetter war teils mit dichten Nebelgebieten durchzogen. Als er unsicher wurde, kontaktierte er die Kantonspolizei und fragte um Hilfe. Die Kapo orientierte den Rettungschef mit der Bitte sich um den Wanderer zu k\u00fcmmern. Mit mehreren Telefonaten verteilt \u00fcber 2 Stunden erreichte der Wanderer die St\u00f6ckalp unverletzt und mit eigenen Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">04.\u00a0Schneerutsch Breitenfeld Lungern (27.05.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Ein ortskundiger Lungerer meldete einem unserer Einsatzleiter (EL) der Gruppe Lungern, dass auf dem Breitenfeld ein Schneerutsch die Strasse versch\u00fcttete und eine Getr\u00e4nkeflasche auf dem Schneefeld gefunden wurde. Der Lungerer EL meldete das Vorkommnis dem Rettungschef (RC) weiter. Der RC entscheidet, dass zwei Bergretter der Gruppe Lungern den Schneerutsch vor Ort nach Versch\u00fctteten kontrollieren. Polizei, Feuerwehr und Bergretter beschliessen den Abbruch der Suche nachdem die Schneemengen weggeschaufelt wurden und Sondierarbeiten keine Versch\u00fctteten lokalisierten.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, die Feuerwehr Lungern und drei Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">03.\u00a0Unterst\u00fctzung Kapo OW (19.03.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die EZ der Kapo OW hat am Sonntagnachmittag einen Hilferuf einer weinenden und extrem aufgebrachten Bergg\u00e4ngerin erhalten. Zwecks Abkl\u00e4rungen \u00fcber den Zustand, den Aufenthaltsort und des weiteren Vorgehens wurde die verzweifelte Person telefonisch direkt mit dem RC (Rettungschef) verbunden.<\/p>\n<p>Die Person war unverletzt, klagte aber extrem ver\u00e4ngstigt und hilflos \u00fcber N\u00e4sse und K\u00e4lte. Nach einiger Zeit war es m\u00f6glich \u00fcber die Beschreibung der Umgebung herauszufinden wo sich die Person aufhalten k\u00f6nnte. Die Hilfesuchende wollte auf keinen Fall eine Evakuation mit dem Helikopter, sie verf\u00fcge nicht \u00fcber die finanziellen Mittel dazu betonte sie immer wieder. Die Angst vor grossen Kosten belastete sie sehr und verst\u00e4rkte die Verzweiflung. Die Person sagt zudem, dass sie nicht in der Lage sei mehr als eine Stunde am Ort auf die terrestrische Rettung zu warten. Weiter mussten wir davon ausgehen, dass sie den Standort gegen unseren Willen verlassen w\u00fcrde.<br \/>\nEine Evakuation mit der Pilatusbahn war nicht m\u00f6glich, da diese noch in der Winterpause ist. Ob die Strasse zur Kretzenalp befahrbar ist und von Schneerutschen frei ist war ebenfalls nicht sicher. Am Matthorn waren Nebenschwaden sichtbar. Ob wir also mit dem Heli bis zu den Chilchsteinen hoch kommen war auch nicht ganz sicher.<br \/>\nDarum hat der RC entschieden den Heli zu begleiten, um n\u00f6tigenfalls die Person zu Fuss unter den Nebel zu begleiten und bestellte bei der EZ der Rega einen Heli nach Alpnach.<\/p>\n<p>Bei der Mattalp haben wir eine ver\u00e4ngstigt, weinende und bis \u00fcber die Kniepartien hoch durchn\u00e4sste und frierende Person an Bord genommen und ins Tal geflogen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/SchuheKaputt.JPG\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Beide Schuhe waren kaputt. Die Sohlen l\u00f6sten sich gr\u00f6sstenteils vom restlichen Schuhwerk. Das Sicherheitsrisiko eines selbstst\u00e4ndigen Weiterkommens w\u00e4re unverantwortbar gewesen. Selbst bei einer rein terrestrischen Evakuation w\u00e4re das noch eine Herausforderung gewesen. Dass, das Schuhwerk beider Schuhe w\u00e4hrend der Wanderung derart in Mitleidenschaft geraten war, haben wir erst vor Ort erfahren.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, die Rega mit einem Helikopter und ein Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">02.\u00a0Lawine Tannenrotisand\u00a0(11.03.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>mk. Zwei Tage vor dem Lawinenniedergang herrschte selbst in der Zentralschweiz grosse Lawinengefahr. Zahlreiche spontane Abg\u00e4nge konnten in H\u00f6henlagen oberhalb 2200 Meter \u00fcber Meer beobachtet werden. Eindr\u00fccklich war ein entsprechend grosser Abgang auf der Nordseite des Rothorns neben dem Balmeregghorn auf einer H\u00f6he von rund 2500 Meter am Tag vorher. Ergiebige Niederschl\u00e4ge und starke Winde f\u00fchrten zu grossen Schneeverfrachtungen. Das seit l\u00e4ngerer Zeit anhaltende Altschneeproblem in den unteren Schneeschichten f\u00fchrte mit den grossen Mengen Triebschneeansammlungen zu einer heiklen Lawinensituation oberhalb 2200 Meter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/Lawinengefahr11032017.png\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"347\" \/>Kurz vor Mittag befanden sich mehrere Gruppen von Skitourenfahrer und Schneeschuhl\u00e4ufer auf der sehr beliebten Tourenroute auf den Rotsandnollen.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Lawinenniedergang beobachtet der Alarmierende wie eine Gruppe in der Nordflanke im Gebiet Tannenrotisand auf der Abfahrt ist. Nach dem Stillstand der Schneemassen war nicht sichergestellt, ob die Gruppe von den riesigen Schneemassen mitgerissen wurden, oder ob sie davon gekommen sind und alarmierten in der Folge die Rega. Es wurden keine Ausfahrtsspuren gesichtet.<\/p>\n<p>Rega 17 wurde auf den Weg ins Gebiet geschickt, Lawinenhunde aufgeboten und die Rettungsstation anf\u00e4nglich auf Standby gesetzt. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt best\u00e4tigte die Rega EZ den terrestrischen Lawineneinsatz. Es war ein gigantischer Lawinenniedergang. Das Lawinenfeld war rund 700 Meter lang und mehr als 300 Meter breit. Die ganze westliche Flanke vom Tannenrotisand bis zum Sch\u00f6nboden war abgerutscht.<\/p>\n<p>Auf dem Lawinenfeld startet die LVS-Suche aus der Luft mit Rega 17. Drei Lawinenhunde wurden mit einem Transporthelikopter aus Engelberg und Wolfenschiessen eingeflogen und starteten unmittelbar mit der Suche. Sp\u00e4ter wurde noch ein vierter Lawinenhund ins Gebiet geflogen.<\/p>\n<p>Da wir anf\u00e4nglich immer noch keine Ausfahrtsspuren lokalisieren konnten mussten wir mit dem schlimmsten rechnen und flogen ab Kerns zahlreiche Bergretter ins Unfallgebiet.<\/p>\n<p>Immer wieder hielten uns schwache verschwindende LVS-Signale und Anzeigen von Lawinenhunde mit Sondier- und Grabarbeiten auf Trab.<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit wurden doch noch f\u00fcnf Ausfahrtsspuren gesichtet, die sp\u00e4ter Tourenfahrer zugeordnet werden konnten, die sich bei einem wartenden Bergretter in der St\u00f6ckalp erkundigten, was da oben am Berg los sei.<\/p>\n<p>Nach der Befragung durch eine anvisierte Polizei Patrouille, stellte sich heraus, dass diese Gruppe ziemlich genau drei Minuten vor dem Lawinenabgang den Hang querte, relativ hoch in westlicher Richtung hinaus fuhr und vom allem was hinter ihnen passierte rein gar nichts bemerkte. Die dreier Gruppe sagte auch aus, dass vor ihnen noch eine zweier Gruppe auf der Abfahrt war, die sie auf dem Gipfel des Rotsandnollen getroffen hatten. Weiter sei noch eine gr\u00f6ssere Gruppe von ca 10 Schneeschuhl\u00e4ufern auf den Grat gekommen. Einige waren auf Fotos, die wir bekommen haben ersichtlich. Weiter war auf den Fotos der Grat gegen die Barglenkante noch unbetreten. Als wir mit dem Helikopter das Einzugsgebiet abflogen waren etliche Spuren unmittelbar neben dem Anriss erkennbar. Eine Fernausl\u00f6sung der Lawine kann nicht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckflug \u00fcber Melchsee-Frutt suchten wir nach einer gr\u00f6sseren Gruppe von Schneeschuhl\u00e4ufern. Wurden aber nicht f\u00fcndig. In der St\u00f6ckalp setzten wir zwei Personen ab, die mit den Tourenfahrer die gesichteten Erkenntnisse verglichen.<\/p>\n<p>Da die Buchhaltung nach langem Suchen mit den Ein- und Ausfahrtspuren aufging, keine Vermisst Meldungen, keine klaren LVS-Signale und auch keine weiteren Anzeigen der Suchhunde vorlagen, beschlossen wir gemeinsam, dass wir das ganze Feld zum Schuss von oben nach unten noch einmal mit LVS und Hund absuchen, bevor wir definitiv die Sucharbeiten einstellen.<\/p>\n<p>Eine Fehlanzeige eines Hundes zwang uns den R\u00fccktransport der Leute zu unterbrechen und erneut mit Sondier- und Grabarbeiten sicher zu stellen, dass niemand unter dem Schnee ist. Zum Verifizieren der Anzeige flogen wir noch einen zweiten Hund und Personal in die H\u00e4lfte des grossen Feldes hoch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/Lawinenkegel02.JPG\" alt=\"\" width=\"710\" height=\"468\" \/>Die letzte Absuche wurde fortgesetzt und zeigte keine LVS-Signale und keine weiteren Anzeigen der Suchhunde.<\/p>\n<p>Gezeichnet vom harten Einsatz flogen wir die ganze Mannschaft an den Ausgangsort zur\u00fcck und beendeten einen der gr\u00f6ssten Eins\u00e4tze der Rettungsstation Sarneraatal.<\/p>\n<p>Im Einsatz standen Mitarbeiter der Kantonspolizei Obwalden, 4 Lawinenhunde aus der Region, Swisshelicopter mit 2 Transporthelikoptern, 3 Mitarbeiter des Pisten- und Rettungsdienstes der Sportbahnen Melchsee-Frutt und die Rega mit einem Helikopter und\u00a041 Bergretter der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">01.\u00a0Beobachtung M\u00f6rlialp\u00a0(04.03.2017)\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein aufmerksamer Beobachter meldete der Kapo OW, dass sich im Gebiet Rossflue Furgge ein Schneerutsch ereignet hat. Personen, die in diesem Gebiet gesichtet worden sind, sind nicht wieder aufgetaucht. Der Verbleib dieser Personen ist nicht bekannt. Der Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal nimmt mit dem Beobachter telefonisch Kontakt auf und erkundigt sich nach der Situation vor Ort. In der Zwischenzeit hat sich der Beobachter ins Gebiet des Schneerutsches begeben und sucht nach Spuren.<br \/>\nEtwas sp\u00e4ter zeichnet sich ab, dass der Rutsch kleiner ist als zuerst angenommen und gleich viele Spuren aus dem Rutsch f\u00fchren wie hinein. Entwarnung! Aus sicherer Distanz werden die nach oben fort f\u00fchrenden Spuren mit einer Drohne verfolgt und best\u00e4tigt, dass diese \u00fcber die Krete weg gehen.<br \/>\nAusger\u00fcckt ist niemand, dank dem wir die heraus gehenden Spuren gefunden haben.<\/p>\n<p>Besten Dank dem aufmerksamen Beobachter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 21.\u00a0Absturz Stanserhorn\u00a0(01.11.2017)\u00a0 mk. 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