{"id":56,"date":"2013-03-05T14:16:29","date_gmt":"2013-03-05T14:16:29","guid":{"rendered":"https:\/\/web286.sr101.firestorm.ch\/WP\/index.php\/geschichte\/"},"modified":"2020-03-09T11:44:57","modified_gmt":"2020-03-09T10:44:57","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sarneraatal.ch\/index.php\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h4>Die Geschichte der Rettungsstation Sarneraatal<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Einleitung<\/strong><\/h5>\n<div>1956 entschlossen sich ca. 12 mutige M\u00e4nner vom Ski- und Bergklub Kerns sich an einer 3-t\u00e4gigen Suchaktion am Wellhorn im Berner Oberland zu beteiligen. Man suchte einen verungl\u00fcckten, einheimischen Bergsteiger. Kurz nach dieser Aktion wurde beschlossen, eine Rettungsgruppe zu bilden. Unter der Leitung von Bucher Werner (Poli Werni) wurden in den folgenden Jahren \u00dcbungen abgehalten und es musste zu mehreren Eins\u00e4tzen ausger\u00fcckt werden. Zuerst hantierte man noch mit privatem Material und Feuerwehrhelmen, sp\u00e4ter erhielt man Rettungsmaterial vom SAC. (z.B. Stahlseilger\u00e4t) Die Rettungsgruppe gliederte sich sp\u00e4ter als Untergruppe der Rettungsstation Meiringen (SAC Oberhasli) an. Im Laufe der Jahre kn\u00fcpfte der damalige Gemeindeschreiber von Kerns Kontakte mit dem Unternehmer Walter Sch\u00f6nauer. Die Firma Heli Trans gr\u00fcndete eine Helibasis in Kerns. Mit dem Namen Alp Air flog man mit diesem Helikopter Rettungseins\u00e4tze. Unter der technischen Leitung von Roby von Deschwanden wurde der Einsatz mit dem Helikopter und die medizinische Grundversorgung immer wieder ge\u00fcbt. Etliche Ernstfalleins\u00e4tze wurden mit Hilfe des Helikopters durchgef\u00fchrt. Leider endete die Zusammenarbeit mit der Alp Air schon nach wenigen Jahren weil die Firma finanzielle Probleme bekam. So wich man auf die Helikopter der Air Glacier und der damals aufkommenden Schweizerischen Rettungsflugwacht aus.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<h5><strong>Verein SAC Rettungsstation Kerns<\/strong><\/h5>\n<p>1982 wurde anl\u00e4sslich einer Zusammenkunft von mittlerweile 44 Rettern der Grundsatzentscheid getroffen, die Rettungsstation im Rahmen der Reglemente des SAC, in der Form eines Vereines weiterzuf\u00fchren. So konnte man den anfallenden administrativen Aufwand besser bew\u00e4ltigen. Bald ist es also 50 Jahre her, als die ersten Rettungen durchgef\u00fchrt wurden und 25 Jahre sind es her, als der Verein gegr\u00fcndet wurde.<br \/>\nDer Verein z\u00e4hlt heute 60 Aktivmitglieder (Retter) und mehr als 90 Passivmitglieder, die den Verein finanziell unterst\u00fctzen. Bei den Rettern handelt es sich um berufst\u00e4tige Frauen und M\u00e4nner, die an ihren Arbeitsstellen f\u00fcr Eins\u00e4tze kurzfristig abrufbereit sind. Sie sind \u00fcber das ganze Kantonsgebiet verteilt. Der Vorstand besteht aus h\u00f6chstens 10 Personen. Er ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die administrative F\u00fchrung des Vereins, die Ausbildung des Rettungspersonals, die F\u00fchrung des Materialmagazins, Erledigung der finanziellen Angelegenheiten, die Vertretung der Rettungsstation Kerns nach innen und aussen und die Durchf\u00fchrung und Leitung von Rettungseins\u00e4tzen. Unsere Rettungsstation erledigt ca. 12 Ernstfalleins\u00e4tze pro Jahr. Die Alarmierung erfolgt \u00fcber die Einsatzzentrale der REGA (1414) oder direkt \u00fcber die Kantonspolizei Obwalden. (117)<br \/>\nDie SAC Rettung Schweiz ist auf 3 Stufen aufgeteilt. Dem Zentralkomitee unterstehen schweizweit 10 Rettungszonen. In diesen Zonen arbeiten ca. 100 Rettungsstationen. Die SAC Rettungsstation Kerns unterliegt der Zone 5. Diese unterh\u00e4lt Rettungsstationen in den Kantonen Uri, Schwyz, Luzern, Nidwalden und Obwalden. In Obwalden gibt es zwei Rettungsstationen, n\u00e4mlich die Rettungsstation Engelberg (zust\u00e4ndig f\u00fcr das Gemeindegebiet Engelberg) und die Rettungsstation Kerns (zust\u00e4ndig f\u00fcr das ganze Sarneraatal, sechs Gemeinden). Die Zonen sind jeweils f\u00fcr die Ausbildung vom Kader der Rettungsstationen zust\u00e4ndig. Diese geben den Lehrstoff in ihrer Station an die Retter weiter. Immer neue Bet\u00e4tigungsfelder in der freien Natur und der boomende Gesch\u00e4ft mit dem Adrenalinkick erfordern st\u00e4ndig neue Rettungstechniken und damit auch mehr \u00dcbungen.<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p><strong>Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Obwalden<\/strong><br \/>\nDie Idee bei der Gr\u00fcndung der Rettergruppe anno 1956 und auch bei der Vereinsgr\u00fcndung 1982 war, anderen Bergsteigern, die man kannte in Notlagen zu helfen. Sp\u00e4ter f\u00fchrte man Rettungen f\u00fcr die Mitglieder des SAC (Schweizerischer Alpenklub) durch. Heute sind die zu Rettenden zum gr\u00f6ssten Teil Touristen aus dem In- oder Ausland. Die wenigsten davon sind Mitglieder vom SAC. Viele davon sind auch schlecht versichert, so dass es Probleme beim Begleichen der Rettungskosten gibt.<br \/>\nDie SAC Rettung Schweiz hat finanzielle Schwierigkeiten. Grunds\u00e4tzlich kann gesagt werden, dass Eins\u00e4tze Einnahmen bringen und \u00dcbungen Kosten verursachen. Der Grund f\u00fcr die roten Zahlen ist aber nicht ein R\u00fcckgang der Eins\u00e4tze sondern es liegt an den Einsatzarten. Sie werden immer k\u00fcrzer, brauchen weniger Personal und zum Wohle des Patienten wird wann immer m\u00f6glich mit dem Helikopter geflogen. Das bedeutet weniger Einnahmen in den Rettungsstation und dadurch mehr Kosten f\u00fcr die Rettungszonen. Alle \u00dcbungen und die st\u00e4ndige Einsatzbereitschaft wird von niemandem verg\u00fctet. Alle Angeh\u00f6rigen unserer Rettungsstation arbeiten ehrenamtlich. Teilnahmen an Kursen und \u00dcbungen werden nicht entsch\u00e4digt. Auch die ganze administrative Arbeit unter dem Jahr machen die Mitglieder ohne Entsch\u00e4digung. Einzig die Eins\u00e4tze werden nach den Tarifen des SAC entsch\u00e4digt.<br \/>\nWegen den oben beschriebenen finanziellen Problemen ging der SAC in den vergangenen Jahren mehrere Kantone an, um mit ihnen eine Leistungsvereinbarung abzuschliessen. Seit dem 1. Januar 2003 ist das Rettungswesen im Kanton Obwalden politisch mit einer Leistungsvereinbarung zwischen der Regierung und dem SAC schriftlich festgehalten. Darin werden Aufgaben wie die Suche, Rettung und Bergung von verungl\u00fcckten Personen im unwegsamen Gel\u00e4nde des ganzen Kantons Obwalden der Rettungsstation Kerns und Engelberg \u00fcbertragen. Damit diese Leistungsvereinbarung erf\u00fcllt werden kann, finden pro Jahr innerhalb der Rettungsstation ca. 8 Rettungs\u00fcbungen in den Sparten Medizin, Seilhandhabung, improvisierte- und organisierte Rettung, Materialkunde und Lawinenrettung statt.<br \/>\nDie Leistungsvereinbarung basiert auf das Staatsverwaltungsgesetz und das Gesetz \u00fcber die Kantonspolizei. Es wird darin insbesondere geregelt wer Vertragspartner ist, welche Leistungen der Kanton bringt, was die Rettungsstation leisten muss, wie der SAC mit dem Kanton und mit der REGA zusammenarbeitet und wie die Finanzierung abl\u00e4uft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Rettungsstation Sarneraatal &nbsp; Einleitung 1956 entschlossen sich ca. 12 mutige M\u00e4nner vom Ski- und Bergklub Kerns sich an einer 3-t\u00e4gigen Suchaktion am Wellhorn im Berner Oberland zu beteiligen. Man suchte einen verungl\u00fcckten, einheimischen Bergsteiger. 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