10. (7.10.2010) Beobachtung Lichtquelle

mk. Ein besorgter und ortskundiger Bergretter meldet um 20:12, dass er seit längerer Zeit im Gebiet der Twäristflue unterhalb dem Berg Glogghuis eine unbewegte Lichtquelle beobachtet. Da sich in diesem Gebiet keine Hütten und keine bekannten Wanderwege befinden wurde eine genauere Abklärung notwendig. Zwei Bergretter wurden aufgeboten und mit der Aufklärung der unbekannten Lichtquelle beauftragt. In der Zwischenzeit tätigten wir von der Einsatzzentrale der Kapo OW aus weitere Abklärungen. Nach einem fast einstündigen Aufstieg wurde auf einem Felskopf eine brennende herrenlose Partykerze vorgefunden. Im umliegenden abgeleuchteten Gebiet konnten keine besonderen Vorkommnisse festgestellt werden.
Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und drei Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal. Die präventive Suchaktion wurde um 23:30 beendet.

 
 
9. (20.9.2010) Suche und Bergung leicht verletzte Frau

Am Montag Nachmittag meldet sich eine Wanderin bei der Kapo OW und bittet um Hilfe. Die Wanderin hat sich auf dem Weg von St. Niklausen nach Flüeli-Ranft in der Melchaa-Schlucht verlaufen. Fast einen Kilometer ist sie vom Weg abgekommen. Die Zusammenarbeit funktionierte einwandfrei. Die Bergretter beschäftigten sich mit der Suche und der Bergung. Die Sänitäter versorgten die Patientin medizinisch. Zur weiteren Behandlung wurde die Frau ins Kantonsspital überführt. Für die Suche und Bergung waren der Rettungsdienst des Kantonsspital mit 3 Personen und die Rettungsstation mit 5 Bergretter im Einsatz. Herzlichen Dank allen die für  das Wohl der Frau im Einsatz waren.

 
8. (18.9.2010) Hilferuf von Kletterer

Am Samstag Nachmittag erreichte uns via Rega der Hilfruf einer Kletterin aus  dem Gebiet Ofen im Melchtal. Ein Rekognoszierungsflug im Melchtal zeigte, dass Hilfe aus der Luft, wegen dichtem Nebel nicht Möglich ist. Die Suche wurde mit zwei Gruppen terrestrisch vorgenommen. Nach fast 3 Stunden Sucharbeit wurde die Frau im dichten Nebel gefunden und ins Tal begleitet. Viele Dank allen beteiligten der verschiedenen Organisationen, die im Einsatz standen.

 
 
7. (17.8.2010) Wanderer meldet gelbes Tuch im Gelände

Ein ortskundiger Mann berichtet der KAPO OW, dass er im Bereich der unteren und oberen Brandegg ein gelbes Tuch gesehen habe. Es soll ca. 5 Meter gross sein. Eventuell ein Gleitschirm?
Abklärungen mit der Rega haben ergeben, dass in diesem Gebiet heute ein totes Tier von einem kommerziellen Heli-Unternehmen geborgen werden sollte. Ist es die Abdeckplane des toten Tieres, die gesichtet wurde? Doch die Bergungszeit passt nicht zusammen. Abklärungen mit dem Älpler haben ergeben, dass kürzlich eine neue Wasserfassung mit einer gelben ca. 5 Meter grossen Abgedeckt wurde. Ein Telefonat zwischen dem Beobachter und dem Älpler, brachte die Klärung, dass es sich bei der gesichteten Plane, um die der neuen Wasserfassung handelte.

 
 
6. (12.7.2010) Canyoningunfall in der kleinen Schliere

Eine Schweizer Touristin zog sich beim zweiten Sprung in der Schlucht der kleinen Schliere beim ausüben des Canyoning-Sports eine Rückenverletzung zu. Die Rega alarmierte kurz nach 12 Uhr zwei Canyoning-Spezialisten, zwei RSH und unsere Rettungsstation. Zum Transport von Rettungsspezialisten und Material wurde ein zweiter kommerzieller Heli aufgeboten. Nach einem Rekognoszierungsflug setzte Rega 10 den Arzt und einen RSH am 70-Meter langen Windeseil in die enge Schlucht ab. Nach der Mitteilung, dass keine weiteren Rettungskräfte benötigt werden, wurden alle weiter aufgebotenen Retter und Helikopter wieder auf den Heimweg beordert.
Mit Verdacht auf eine Rückenverletzung wurde die Patientin in ein Spital überflogen. Die ganze Rettungsaktion dauerte rund zweieinhalb Stunden. Im Einsatz standen die Rega, die BOHAG, Mitglieder der Alpinen Rettung Schweiz und die Kantonspolizei Obwalden. Besten Dank allen Rettungskräften der verschiedenen Organisationen, die zum guten gelingen der Rettungsaktion beigetragen haben.

 

5. (3.7.2010) Canyoningunfall in der kleinen Schliere

mk. Eine Amerikanische Touristin zog sich im unteren Teil der kleinen Schliere in einer Rutsche eine schmerzhafte Knieverletzung zu. Zur gleichen Zeit fand in unmittelbarer Nähe eine Canyoning-Rettungsübung der Alpinen Rettung Schweiz statt. Rettungskräfte mit RSH waren sehr schnell bei der betroffenen Person. Mit einer Windenaktion wurde die Person beborgen und in ein nahegelegenes Spital geflogen.


 
4. (26.6.2010) Suchaktion am Pilatus

mk. Ein Mann verpasste die letzte Talfahrt der Pilatusbahn am Abend des 25.6.2010. Um 21 Uhr informierte er per Handy seine Angehörigen, dass er zu Fuss im Abstieg nach Alpnachstad unterwegs sei. Wegen des leeren Handakkus, war keine weitere Kommunikation mehr möglich. Um 01:14 löste die Rega den Pager-Alarm aus. Nach Abklärungen mit der Kripo der Kapo OW beschlossen wir um 01:45 eine Suchaktion zusammen mit Rega8 und zwei Hunde-Teams zu starten.
Die terrestrische Suche wird unterstütz durch Streifenwagen der KAPO.
Kurz bevor der Heli in Alpnachstad die Mannschaft aufnehmen will, meldet die Kapo, dass der Mann wohlbehalten in Alpnachstad eingetroffen ist. Offensichtlich hat sich der gute Mann leicht überschätzt und hat für den Abstieg über 6 Stunden gebraucht. Im Einsatz waren die Kapo OW, Rega 8, 6 Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal und 2 Geländesuchhundeteams aus der Zentralschweiz.
Um 03:30 haben wir den Einsatz beendet. Danke an alle Beteiligten.

 

3. (13.06.10)  Bonistock / Melchsee-Frutt

Anlässlich des Regionalvereinskurses auf der Melchsee Frutt befanden sich ca. 30 Mitglieder der ARZ im hinteren Teil des Klettergartens Boni. Auf dem Rückweg stürzte ein Mitglied der Ausbildungsgruppe aus nicht geklärten Gründen auf dem Wanderweg und rollte ca. 50 Meter über eine 35° steile Gröllhalde hinunter. Nach kurzer Bewusstlosigkeit atmete der Verunfallte selbständig weiter. Durch die anwesenden Rettungsleute konnten keine Knochenbrüche festgestellt werden. Der Verunfallte wies jedoch am ganzen Körper offene Wunden von den schafkantigen Steinen auf.
Nach Eintreffen von REGA 8 konnte der Patient mittels Winde auf einen Zwischenlandeplatz geflogen werden, und von da wurde er mit dem Heli in Kaspi Luzern gebracht


 

2. ( 21.02.10 ) Bettenalp Melchsee-Frutt

Eine ortsunkundige Snowboarderin trennt sich am späteren Nachmittag von ihrer Gruppe und fährt alleine auf der schwarzen Piste vom Bonistock  zur Bettenalp. Unterwegs folgt sie einer Spur,  die neben die Piste ins Ungewisse führt. Nach ca. 200 m Fahrt stürzt sie rund 20 m über felsiges Gelände.  Unverletzt, aber unter dem Felsen blockiert, wählt sie die Telephonnummer der Rettungsstation auf der Frutt und bittet um Hilfe ( 17:30h )! Nach ihrer ersten Beschreibung sollte sie nur unweit vom Pistenrand sein, was sich aber kurze Zeit später als Irrtum zeigte, denn die in der Zwischenzeit eingeschaltete Streckenbeleuchtung der Gondelbahn konnte die Dame nicht sehen.  Da bereits die Nacht hereingebrochen war, wurde die Rega für einen Suchflug alarmiert, starker Föhn verhinderte aber einen Start von Rega 8 in Erstfeld, sodass Rega 10 in Wilderswil angefordert werden musste. Mit einem ortskundigen Retter an Bord wurde von der Bergstation Frutt aus gestartet und schon bald konnte die Frau gesichtet werden. Am Windenseil hängend wurde sie aus ihrer misslichen Lage befreit und kurze Zeit später hatte die Boarderin in der Talstation von Stöckalp wieder festen Boden unter den Füssen ( 20:30h ).
Besten Dank an die Helicrew aus Wilderswil und meine im Einsatz stehenden Retter.

 

1. (31.01.10)  Birchboden / Pilatus

Die Station Sarneraatal wurde via Pager um 11:20h aufgeboten, mit der Meldung, dass im Gebiet Birchboden / Pilatus ein Schneebrett einen Tourenfahrer verschüttet habe und man zusätzlich Retter brauche. Zwei Retter meiner Station die sich auf Melchsee-Frutt auf der Piste aufhielten konnten sofort mit dem nötigen Lawi-Material ausgerüstet werden, so dass sie innerhalb kurzer Zeit abholbereit für einen Rettungseinsatz (inkl. Lawi–Hund) bereit standen und nur noch auf das eintreffen des Rega Helis warteten. Zwischenzeitlich kam dann die Rückmeldung der EZ Rega, dass der Verschüttete geortet und ausgegraben sei, so dass unser Einsatz abgebrochen werden konnte. Einsatzende 11:45h.

 

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