8. (5.12.09) Schneeschuh Lawi Unfall „Chilchstei“ / Pilatus

Trotz erheblicher Lawinengefahr wandert eine Einzelgängerin mit den Schneeschuhen von Ämsigen via Mattalp den steilen Hang hinauf in Richtung „Chilchstei“ und will auf den Pilatus. Plötzlich löst sie ein Schneebrett aus und wird ca. 200 m mitgerissen. Nach eigenen Angaben gerät sie zeitweise komplett unter das Schneebrett, wird dann aber wieder an die Oberfläche gespühlt. Als endlich die Schneemassen stehen bleiben, kann sie sich teilweise selber befreien, bleibt aber teilverschüttet. Mit ihrem Handy alarmiert sie direkt die EZ Rega1414! Beim eintreffen des Helis auf der Unfallstelle werden Ärztin und RSH direkt bei der Verschütteten abgesetzt und gemeinsam befreit man sie aus den Schneemassen.  Nach der ersten ärztlichen Versorgung und dem Verdacht auf eine Fussgelenkverletzung werden Arzt , Patientin und der RSH mit zwei Windeneinsätzen ausgeflogen. Die Schneesportlerin wird stark unterkühlt, aber lebend direkt ins Spital Stans überführt. „wider einisch Glück gha !“

 

7. (26.9.09) Evakuierung blockierter Wanderer Güpfi-Egg

mk. Zwei blockierte Berggänger meldeten sich bei der Rega, dass sie sich auf dem Abstieg beim Punkt 2042 nördlich beim Güpfi (657.847 / 183.373) befinden und sich nicht weiter getrauen. Schwindelgefühle des Mannes blockierten die beiden Personen. Die Rega alarmierte in der Folge um 13:46 per Pager unsere Station 5.16. Zwei Bergretter der Gruppe Lungern wurden von unserem Einsatzleiter auf den Weg geschickt. Um 15:45 waren unserer Retter vor Ort und evakuierten die beiden Personen. Die Berggänger waren beide unverletzt und bei guter Verfassung. 17:35 kamen die beiden Personen heil in Lungern an. Dank gebührt allen beteiligten an der Rettung.



6. (11.9.09) Rettung blockierter Kletter am Galtigengrat am Pilatus

rk. Eine Dreierseilschaft fährt am Morgen mit der Pilatusbahn nach Mattalp, verlässt dort den Zug und steigt hinauf zum Einstieg auf den Galtigengrat, man will die 4 Galtigentürme übersteigen, um so auf den Pilatus zu gelangen. Das Wetter ist schön, es sollte eine lohnende Tour werden. Doch beim Einstieg zeigen sich bereits die ersten Schwierigkeiten, man braucht viel mehr Zeit für die ersten Seillängen als man geplant hatte, die Tour scheint schwieriger zu werden. Man klettert weiter, gegen Mittag zeigen sich bereits die ersten Nebelschwaden und im Verlaufe des Nachmittages wird der Nebel immer dichter Am späteren Nachmittag ist die Nebelwand plötzlich so dicht, dass man nicht mehr weiss, ob man sich zwischen dem 3. und 4. Turm befindet und stellt gleichzeitig fest, dass man jegliche Orientierung verloren hat. Der einzige Ausweg, heil ab dem Berg zu kommen ist ein Anruf via Nr.117 bei der Kapo und Hilfe anzufordern. Mit einiigen wenigen Tourangaben, die man via Handy von Herr X erhalten hat, besteigen 11 Mann der Rettungsstation Sarneraatal um 19:20h den Extrazug der Pilatusbahn in Alpnachstad und fahren bis oberhalb Mattalp. Die ersten 5 Mann verlassen beim „Roseggtunell“ den Zug, die zweite Gruppe fährt weiter und verlässt den Zug beim „Fleymentunell“ man will die blockierten einkreisen, um sich später wieder gemeinsam auf dem Galtigengrat zu treffen. Man findet die 3er Seilschaft auf dem 4.Galtigenturm, frierend und durchnässt, aber wohlauf ! Gesichert am Seil bringt man sie zurück auf den Galtigengrat und gemeinsam geht es bergab durch die stockdunkle Nacht, zur wartenden Bahn. Sichtweite teilweise unter einem Meter !
Um 22:00h beenden wir die nächtliche Aktion mit bestem Dank an alle Retter und Förster Walti Wallimann, der uns mit seinen genauen Ortskenntnissen eine grosse Hilfe war!



5. (30.8.09) Suchaktion Charren

mk. Um 19:17 meldete die KAPO OW, dass ein ortskundiger Jäger seit einiger Zeit eine offensichtlich erschöpfte Frau gegen den Charren im Aufstieg beobachtet. Ernsthafte Bedenken, dass die Frau noch vor Einbruch der Dunkelheit einen sicheren Ort erreichen kann, bewogen den aufmerksamen Jäger die KAPO zu informieren. Die Frau war offensichtlich sehr langsam unterwegs.
Die KAPO informierte daraufhin die Rettungsstation Sarneraatal. Wegen der bald eintreffenden Dunkelheit war es nicht möglich rechtzeitig zu Fuss an diesen Ort zu gelangen. Darum wurde bei der Rega ein Heli für einen Suchflug angefordert. Mit zwei Mitgliedern unserer Station wurde das Gebiet bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeflogen. Später meldete der Beobachter, dass die Frau bei der Laucherenteufi noch einmal gesichtet wurde. Um 21:05 beschlossen wir die Suchaktion abzubrechen, da wir die Frau nicht auffinden konnten und offensichtlich den Weg mit eigenen Kräften fortsetzen konnte. Die Aktion wurde um 21:45 beendet. Am Folgetag wurde nochmals bei der KAPO über allfällige neue Erkenntnisse nachgefragt. Bei der KAPO OW und KAPO NW sind keine weiteren Hinweise eingegangen.



4. (15.08.09) Absturz Fruttstrasse

rk. Nach dem alljährlich stattfindenden Fruttschwinget begibt sich nach 21:00h ein Automobilist auf den Heimweg mit seinem Auto (Talfahrten nur in ungeraden Stunden möglich). Bereits kurz nach dem Parkplatz touchiert er in einer Linkskurve die Felswand, wird nach rechts abgedrängt und stürzt mit seinem Wagen über sehr steiles und fesiges Gelände (einige 100 Meter). Der Fahrer wird dabei aus dem Auto geschleudert und bleibt schwerverletzt liegen. Der Unfall wird von einer darunter liegenden Alp beobachtet und sofort wird Rega, Ambulanz
und die Kapo alarmiert. In der Zwischenzeit aber war bereits die Nacht hereingebrochen.
Nachdem die drei Organisationen auf dem Schadenplatz eingetroffen waren, der Verletzte geborgen wurde, stand plötzlich die Frage offen, ob ev. im Auto noch weitere Personen mitgefahren waren. Da das Absturzgebiet kupiertes, steiles und fesiges Gelände ist, weiter unten noch Erlengebüsch und Bäume wachsen, wurde für die nächtliche Suchaktion die Rettungsstation Sarneraatal aufgeboten. Drei Hundeteams und 5 Mann der Station warteten auf ihren Einsatz, als um 22:30h Entwarnung gegeben wurde. Die zwei vermuteten Mitfahrer konnten in der Zwischenzeit ausfindig gemacht werden, teilweise via Handy.
Einsatzabbruch 22:30h.


3. (19.-21.+31.07.09) Suchaktion Engelbergeraa

mk. Am späteren Abend des 17.7.09 wurden zwei Kinder auf der Furt des Gerlibaches bei Wolfenschiessen erfasst und in die Engelbergeraa gespült. Feuerwehr und Polizei haben am 18.7.09 die Ufer der Aa erfolglos abgesucht. Am Sonntag 19.7.09 hat die SAC Rettungsstation Stans bei uns nach Unterstützung durch die Canyoninggruppe gefragt. Der Abschnitt von der Talstation der Diegisbalm-Bahn bis zum Kraftwerk musste abgesucht werden. Leider blieb die Suche erfolglos. Anschliessend wurde die Planung des nächsten Tages angegangen.

Am Montag und Dienstag unterstützen wir unsere Stanser-Kollegen wiederum mit je zwei Personen aus der Canyoningruppe. Ausser Kleider und Gegenstände konnten wir leider nichts finden.

Mit 8 Personen haben wir die gross angelegte Suchaktion vom Freitag 31.7.09 unterstützt. Insgesamt 120 Personen (Polizei, SAC, Feuerwehr und Taucher) hatten sich an der Suche, unterteilt in 11 Sektoren von Grafenort bis Buochs beteiligt.

Eine sehr grosse Präsenz der Medien, die Anwesenheit von Angehörigen und teilweise grosse Wassermassen (mehr als 20m3/s) haben diesen Einsätzen einen speziellen Charakter gegeben. Wir konnten festhalten, dass die Zusammenarbeit unter den angrenzenden Rettungsstationen sehr gut funktioniert.

Besten Dank allen, die sich für den Einsatz zur Verfügung gestellt haben.

 

2. (11.06.09) Hohe Brücke Kerns

rk. Eine junge Mitarbeiterin des Hotel Pax Montana erscheint am Morgen des 11.06. nicht an ihrem Arbeitsplatz. Zwei Kolleginnen, von denen sie sich am Vorabend verabschiedet hat finden das Auto während des Tages, parkiert neben der Hohen Brücke. Da die Vermisste in der näheren Umgebung nicht auffindbar war, erhärtete sich der Verdacht, dass sie von der Brücke in die 100 m tiefe Melchaaschlucht gestürzt sein könnte. 10 Retter werden für eine Suchaktion in der Schlucht aufgeboten.
Direkt von der Brücke wird eine Abseilpiste installier und noch während des Abstieges von zwei Rettern, wurde der leblose Körper im Wasser, direkt unter der Brücke gesichtet. Retter und Leichnam werden mit der Paillardet-Winde zurück auf die Brücke gebracht.
Besten Dank an die Retter für ihren.rund 3 Std dauernden Einsatz.


1. (18.03.09
)  Schwarziberg / OW

rk. Eine betagte, ältere Frau begibt sich nach dem Mittag, ausgerüstet mit einem Handy auf einen Spaziergang. Im verlaufe des Nachmittages versucht die Tochter mehrmals, ihre Mutter telephonisch zu erreichen, leider ohne Erfolg. Da man sich Gedanken über das längere Fernbleiben des „Grosis“ macht, wird die nähere Umgebung zu Fuss abgesucht, leider ohne Erfolg. Wegen der bereits vorgerückten Zeit wird die Kapo OW informiert, diese wiederum alarmiert unverzüglich die Rettungsstation Kerns für eine Suchaktion. Noch während der Alarmierung einiger Stationsmitglieder taucht die Frau zu Hause wohlbehalten wieder auf.  „Ende gut, alles gut !“

N.B. als man das Grosi fragte, wieso es auf die Natelanrufe nicht reagiert habe, gab diese zu verstehen, dass sie sich schon gewundert habe, woher von Zeit zu Zeit die „schöne Musik“ gekommen sei ! (anstelle eines Klingeltones war Musik aufgeschaltet !)

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