8. (19.11.2011) Lichtsignale am Giswilerstock

mk. Am Samstag 19.11.2011 sichtete eine Person frühmorgens in der Dunkelheit über längere Zeit mehrmals Blinkzeichen auf dem Giswilerstock und meldete dies der Kantonspolizei.
In Absrache mit dem Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal ging eine Polizeipatroullie vor Ort und befragte die Person. Nach einer gründlichen Analyse der Informationen, entschieden wir uns zur Kontrolle zu Fuss auf den Giswilerstock zu steigen.
Der Gipfelbucheintrag brachte Licht in der zweifelhafte Situation. Mehrere Personen gingen auf den Giswilerstock um den Sonnenaufgang zu geniessen. Im Blickwinkel zur aufmerksamen Person standen einige Baumlücken im Wege, womit sich das unregelmässige Blinken erklären lies.
Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden und 2 Mitglider der Rettungsstation Sarneraatal.


7. (4.10.2011) Bergunfall Glaubenbielenpass

mk. Eine Person verletzte sich im Gebiet des Glaubenbühlenpasses am Bein. Die EZ der Rega hat unsere Rettungsstation aufgeboten zwecks genauen Abklärungen über den Unfallort. Wenige Telefonate brachten Klärung und die Rega holte die Person mit dem Heli und flog diese in ein nahegelegenes Spital zu Pflege. Von der Rettungsstation ist niemand ausgerückt.


6. (6.8.2011) Rettung Chli Schliere

mk. Ein junger Amerikaner stürtzte beim Canyoning im Bachbett der kleinen Schliere und brach sich den rechten Unterschenkel. Unterstützt von einem RSH (Rettungsspezialist Helikopter) wurde der Patient in einer Windenaktion gerettet und ins Kantonsspital Stans überflogen.


5. (5.8.2011) Vermisste Wanderer

mk. Der besorgte Wirt des Restaurants auf der Aelggi-Alp vermisste am späteren Freitagabend zwei seiner Gäste und schlug Alarm. Die Rega hatte die Rettungsstation Sarneraatal alarmiert. Noch während den laufenden Abklärungen tauchte das Deutsche Paar total durchnässt wieder auf.


4. (13.6.2011) Rettung Chli Schliere (Gärtlisteg)

mk. Eine junge Frau einer Canyoning-Tour stürzte unmittelbar beim Einstieg von der schmalen Brücke, als sie sich am faulen Brückengelänger abstützte. Kopfüber stürzte sie einige Meter mit einer halben Drehung auf den Rücken ins Bachbett und zog sich mittelschwere Verletzungen zu.
Die Wetterlage war trüb und tief hängende Nebelschwaden machten zu Beginn der Rettungsaktion eine Luftrettung unsicher.
Die Rega hat einen RSH (Rettungsspezialist Helikopter) und die Rettungsstation Sarneraatal für eine allfällig terrestrische Rettung aufgeboten.
RSH und Arzt konnten mit einer Windenaktion am ca. 70 Meter langen Seil beim Verunfallten abgesetzt werden.
Nach der medizinischen Erstversorgung wurden der Patient und Arzt aus der Schlucht geflogen. In einem zweiten Flug ebenfalls der RSH.
Der Patient wurde anschliessend ins Kantonsspital Luzern geflogen. Im Einsatz standen die Rega, ein RSH und die Rettungsstation Sarneraatal.


3. (28.5.2011) Rettung Wanderer (Rämisgütsch)

mk. Ein Bergwanderer verlies den Wanderweg auf dem Rämisgütsch mit dem Ziel Vorstegg. Dabei hat er sich auf der Melchtaler Seite in ein Bachtobel verstiegen. Total verängstigt und orientierungslos hat der Betroffene die Polizei angerufen und um Hilfe gebeten.
Nach telefonischem Kontakt mit dem Hilferufenden konnten wir einen primären Suchbereich bestimmen. Da der Wanderer unverletzt war und an einem absturzsicheren Ort warten konnte, entschieden wir uns für eine terrestrische Rettungsaktion.
Mit zwei Gruppen wurde die Suche aufgenommen. Ein Retter befand sich auf der Alp im Gebiet Stepfen und machte sich unmittelbar auf den Weg, um das untere Gebiet im Chlisterberg abzusuchen. Die zweite Gruppe stieg über die Arnialp auf den Rämisgütsch in den primären Suchbereich vor.
Alle 30 Minuten beruhigten wir den Wanderer, der später sagte, er hätte in seinem Leben noch nie so grosse Ängste ausgestanden, während er auf seine Retter gewartet hat.
Nach etwas mehr als 2 Stunden Suche fanden wir den Wanderer an einer ausweglosen Stelle auf. Am gesicherten Seil führten wir den sichtlich erleichterten Berggänger über den Rämisgütsch via Arnialp nach Hause.
Die ganze Aktion dauerte über 4 Stunden. Es waren 5 Bergretter in Zusammenarbeit mit der Rega und der Kantonspolizei Obwalden im Einsatz.


2. (30.4.2011) Rettung Wanderer Wolfortbach (Pilatusgebiet)

mk. Eine Familie verpasste die letzte Talfahrt mit der Pilatusbahn. Darauf beschlossen sie gemeinsam den Abstieg zu Fuss anzutreten. Unterhalb der Ämsigenalp folgten sie dem Trasse der Bahnanlagen. Sie gingen durch die Tunnels und benutzten die schmalen Holzbrücken unmittelbar neben den Bahngeleisen. Auf einer Holzbrücke ausgangs des letzten Tunnels beim Wolfortbach machte der Vater einen Fehltritt und stürzte angeblich einige Meter in das Bachbett. Die Mutter betreute den verunglückten Mann, der sich laut Unfallmeldung eine Unterschenkelfraktur zugezogen haben soll, während der Sohn ins Tal rannte um Hilfe zu holen.
Wegen mehreren grossen Gewitterzellen und der einbrechenden Dunkelheit wollte die Rega keinen Lufteinsatz machen und rief die Rettungsstation Sarneraatal zum Einsatz.
Unterstützt von einem Team des 144 machten wir uns zu viert mit der Pilatusbahn auf die Suche nach dem verunfallten. Doch an der angeblichen Unfallstelle fanden wir niemanden. Wir dehnten das Suchgebiet in Richtung Ämsigenalp ohne Erfolg aus.
Um 21:45 meldete uns die EZ der Kapo, dass die gesuchten Personen sich beim obersten Hof eingefunden haben. Der Hofbesitzer brachte die Beiden zur Talstation der Pilatusbahn. Der Vater musste sich wegen Schmerzen im Brustwirbelbereich zur Behandlung in Spitalpflege begeben. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, der Rettungsdienst 144 des Kantonspitals Sarnen und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.


1. (1.3.2011) Evakuierung Skitourenfahrer Rotsandnollen

mk. Ein 68-jähriger Skitourenfahrer ist am späteren Nachmittag alleine auf der Abfahrt vom Rotsandnollen in Richtung Melchtal vom dichten Nebel überrascht worden. Nach längerem warten und hoffen, dass sich der Nebel auflöst, kontaktierte der Tourenfahrer die Kantonspolizei Obwalden in Sarnen. In der Zwischenzeit war die Dunkelheit eingebrochen. Der blockierte Tourenfahrer bat um seine Rettung. Wegen Nebel und Nacht kam nur eine terrestrische Rettungsaktion in Frage.
Fünf Mitglieder der Rettungsstation Sarneraatal machten sich mit Hilfe eines Schneefahrzeugs auf den langen Aufstieg. Es galt rund 1000 Höhenmeter bei Nacht und Nebel zu bewältigen. Die EZ der Kapo und der Rega hielten den Betroffenen und die Mannschaft ständig mit den neusten Informationen auf dem Laufenden. Nach 2.5 Stunden Aufstieg haben wir den Tourenfahrer unverletzt geortet. Bei eisiger Kälte und leichtem Wind traten wir mit Stirnlampen ausgerüstet vorsichtig die anspruchsvolle Abfahrt entlang unserer Aufstiegsspur an. Nach Mitternacht erreichten wir müde aber wohlauf unsere Fahrzeuge. Vermutlich hätte der Tourenfahrer die kalte Nacht nicht ganz ohne Schaden überstanden. Auf dem Polizeiposten in Sarnen haben wir unseren 6.5 Stunden dauernden Einsatz beendet. Im Einsatz standen Einsatzkräfte der Kantonspolizei Obwalden, der Rega und der Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.

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