mk. Kurz nach 22 Uhr alarmierte die Kantonspolizei Obwalden via die Einsatzzentrale der Rega die Rettungsstation Sarneraatal für die Suchaktion im Pilatusgebiet nach einem vermissten Wanderer. Das Auto des Wanderers wurde auf der Alp Lütholdsmatt durch die Polizei eindeutig identifiziert. Abklärungen der Luzerner Polizei ergaben, dass der Mann die Absicht hatte, von Lütholdsmatt aus eine Wanderung zu unternehmen und nach dem Mittag wieder zu Hause sein wollte. Mit dieser Ausgangslage ist eigentlich keine grosse Tour möglich. Darum konzentrierte sich die terrestrische Wegsuche in der ersten Phase in einer kleineren Geländekammer um den Ausgangsort herum. Die Suche wurde durch Geländesuchhunde unterstützt. Durch laufend neue Erkenntnisse aus Umfangreichen Ermittlungen wurde das Suchgebiet Schritt für Schritt erweitert. Da wir berechtigte Gründe hatten, dass die vermisste Person noch am Leben sein konnte, wurden laufend neue, der Situation angepasste Mittel aufgeboten. Ein Rega-Helikopter machte Suchflüge mit einem lichtstarken Scheinwerfer. Ein Bluthund nahm die Fährte vom Auto aus auf. Die Kantonspolizei Zürich versuchte mit Hightech Geräten aus einem anderen Helikopter das Handy des Vermissten zu orten. In einer weiteren Suchphase entschlossen wir uns auch die Luftwaffe mit der Wärmebildkamera für Suchflüge aufzubieten. Mit der Zeit gelang es uns mit verschiedenen Hinweisen der eingesetzten Mittel, das Suchgebiet auf eine Fläche von einem halben Quadratkilometer einzuschränken. Doch die Dunkelheit der Nacht und teils schwer zugängliches Gebiet machten die Sucharbeiten extrem schwierig und Zeit intensiv. Ohne Unterbruch suchten wir die ganze Nacht bis zum Tagesanbruch. Mit der Zunahme des Tageslichts weiteten wir die terrestrische Suche aus, in Gebiete, die wir aus Sicherheitsgründen bei Nacht nicht betreten konnten. Retter im Suchgebiet meldeten Beobachtungen, die wir aus dem Helikopter der Luftwaffe beim ersten Suchflug mit Tageslicht kontrollierten. Es handelte sich um den vermissten Wanderer, der durch einen Absturz aus grosser Höhe nur noch tot geborgen werden konnte. Die gross angelegte Suchaktion dauerte ohne Unterbruch über 13 Stunden.

Im Einsatz standen Mitarbeiter der Polizeikorps Obwalden, Zug, Zürich, Uri und Luzern, die Rega, die Schweizer Luftwaffe und die Rettungsstation Sarneraatal der Alpinen Rettung Schweiz.

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